Asunción: Die Gewerkschaften der Lehrkräfte haben der Regierung von Santiago Peña eine Frist von zwei Wochen gesetzt, um einen Vorschlag zur Entschärfung des Lohnkonflikts vorzulegen. Sollte es keine Fortschritte geben, warnten die Verbände davor, ab dem 23. oder 24. September zu einem landesweiten Streik von zwei bis fünf Tagen aufzurufen.
Die Hauptforderung ist eine Gehaltsanpassung von 8 %, während die Exekutive im Entwurf des Staatshaushalts (Presupuesto General de la Nación) eine Erhöhung von 2,4 % vorsieht. Dieser Beschluss wurde nach einem Treffen der Gewerkschaftsführer mit Bildungsminister Luis Ramírez und Wirtschafts- und Finanzminister Oscar Lovera gefasst.
Silvio Piris vom Verband der Lehrkräfte von Paraguay (FEP) erklärte, dass der Haushaltsentwurf „90 %“ der Forderungen des Sektors unberücksichtigt lasse. Seinen Erläuterungen zufolge enthält das Dokument zwar die Anpassung um 2,4 % und die Gehaltsstufen der Lehrkräfte (escalafón docente), lässt jedoch die zusätzliche Erhöhung von 8 % und weitere Anträge außen vor.
Die Verbände fordern zudem eine Erhöhung des professionellen Grundgehalts auf 5 Millionen Guaraníes für 20 Wochenstunden, gegenüber den derzeitigen 4.275.000 Guaraníes. Piris warnte, dass die Gewerkschaften bei Ausbleiben einer positiven Antwort eine landesweite Mobilisierung einleiten werden.
Gabriela Espínola von der OTEP ihrerseits kritisierte eine Kürzung von rund 41 Millionen US-Dollar, die für den Bildungsbereich vorgesehen ist. Sie warnte, dass diese Kürzung Auswirkungen auf Programme für die frühe Kindheit, Inklusion, psychologische Betreuung, Infrastruktur und Technologie haben könnte.
Die Lehrkräfte beschlossen, eine zweiwöchige Atempause einzuhalten und das nächste Treffen mit der Regierung abzuwarten, bevor sie über neue Arbeitskampfmaßnahmen entscheiden.
Wochenblatt / El Nacional















