Vorschlag für Steuer von 2.000 Guaranies pro Zigarettenpackung

Asunción: Angesichts der haushalterischen Einschränkungen des Finanzministeriums zur Bewältigung der gesundheitlichen Bedürfnisse zielt Senator Rafael Filizzola auf die Mehrwertsteuer, die Grundsteuer und Zigaretten ab, um die Steuereinnahmen zu steigern.

Er stellte die Auswirkungen einer Erhöhung der Einkommensteuer für natürliche Personen (IRP) auf das Steueraufkommen infrage und argumentierte, dass eine Steuerreform hauptsächlich darauf ausgerichtet sein sollte, die Steuergerechtigkeit zu verbessern.

„Nach einer überschlägigen Berechnung lässt sich mit einer Erhöhung der IRP nicht allzu viel einnehmen“, betonte er. Er erklärte, dass die IRP derzeit etwas weniger als 100 Millionen US-Dollar pro Jahr einnimmt, was 0,16 % des BIP entspricht. Er schätzte, dass eine Anhebung des Steuersatzes von 10 % auf 14 % die Einnahmen auf etwa 0,18 % des BIP mit rund 10 Millionen US-Dollar an zusätzlichen Einnahmen steigern würde.

Dennoch vertrat er die Ansicht, dass die IRP durch geringere Absetzmöglichkeiten und höhere progressive Steuersätze reformiert werden muss. „Nicht wegen ihres Aufkommenspotenzials, sondern vor allem aus Gründen der Steuergerechtigkeit“, bekräftigte er.

In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass es derzeit eine Progression von gerade einmal zwischen 8 % und 10 % zwischen Personen mit stark unterschiedlichen Einkommensniveaus gebe. Als Referenz erwähnte er, dass Uruguay einen maximalen Grenzsteuersatz von 36 % und Chile von 40 % habe.

Zur Unternehmensgewinnsteuer (IRE) wies Filizzola darauf hin, dass Paraguay hinsichtlich des Steueraufkommens im Verhältnis zum BIP näher am regionalen und am OECD-Durchschnitt liege. Asimismo (Er wies zudem darauf hin, dass) der Durchschnitt bei 3,8 % liege, während Paraguay sich bei 3 % befinde.

Er erklärte, dass die Diskrepanz zwischen der Besteuerung des persönlichen Einkommens und der Unternehmensgewinne darauf abzielt, das Einkommen in Investitionen zu lenken, wo eine geringere Steuerlast besteht, und dass dies eine Frage von Anreizen sei.

Filizzola argumentierte, dass Paraguay bei der Mehrwertsteuer (IVA) und der Verbrauchsteuer (ISC) durchaus im Rückstand sei. Er wies darauf hin, dass es bestimmte Produkte gebe, die einen höheren Steuersatz haben sollten, und erwähnte auch Anreize oder Befreiungen, die seiner Meinung nach nicht ausreichend gerechtfertigt sind.

Er bezog sich auch auf die Grundsteuer, deren Aufkommen nach seinen Angaben nur 0,2 % des BIP ausmacht. In den von Filizzola genannten Nachbarländern liegt das Aufkommen zwischen 1,3 % und 2,6 %.

Als konkrete Alternative schlug Filizzola vor, die Besteuerung von Zigaretten zu ändern. Sein Vorschlag besteht darin, eine feste Abgabe von 2.000 Guaranies für jede verkaufte Schachtel einzuführen.

Den neuesten Daten zufolge, über die er nach eigenen Angaben verfügt, werden in Paraguay jährlich rund 2,5 Milliarden Zigarettenpackungen verkauft. Bei der Berechnung wies er darauf hin, dass dies 5 Billionen Guaranies entsprechen würde, was zum aktuellen Wechselkurs etwa 833 Millionen US-Dollar ausmacht.

Wochenblatt / Última Hota

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4 Kommentare zu “Vorschlag für Steuer von 2.000 Guaranies pro Zigarettenpackung

  1. Eine Steuer auf die Kunststoff Zigaretten Filter ist der richtige Weg . Im übrigen sind Steuern beim Schuldgeld System überflüssig . Das erfinden und drücken von neuem Geld , das bereits praktiziert wird reicht völlig aus . Die Geld-Menge erhöht sich, das Brutto Inlandsprodukt bleibt gleich. Diese Inflation frisst dann auch den Wert der Altschulden.

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  2. Man sollte sich lieber überlegen, daß die Absetzung der IVA jeglicher Personen gerechtfertigt ist. Speziell ob das den privaten Verbrauch betrifft. Gegenrechnung der IVA sollte nur für Ausgaben in unmittelbaren Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit stehen. So wie das hier ist, daß ich für ein Stück Butter die IVA erstzt bekomme, nur weil ich ein Unternehmen, (Geschäft) habe, gibt es, so glaube ich, nirgendwo auf der Welt.

    1. Wo will man da Unterscheiden? Ich kaufe 20 Stück Butter, 5 sind für mich privat, rechne diese aber über Firma ab. Die anderen 15 sind für ein Geschäftsessen, obwohl ich von mir aus, eine Ferreteria betreibe, oder Autohandel oder sonst etwas, also keine Butter oder sonstige Lebensmittel benötige. Wenn man alles richtig deklariert, geht es auch durch.
      Außerdem zahlen die wenigsten für Ihre Firmen Steuern. Wer nichts bezahlt, bekommt auch nichts zurück.

    2. Das ist ein Trugschluss von vielen, die nie eine Firma hatten. Als Beispiel: Ein Handwerker kauft 10 Maschinen von keine Ahnung, 1000€, also 10tsd€, geht zum Finanzamt und will die Mehrwertsteuer zurück, sagt das Finanzamt, bei Deiner nächsten Steuererklärung wird dies berücksichtig. Also es bekommt niemand Geld zurück, sondern die Steuerlast, die man zu zahlen hätte, sinkt um diesen Betrag.