Asunción: Die Straßenpolizei (Caminera) hat über die sozialen Medien ein dringendes Appell an alle Motorradfahrer gerichtet: Das Ausweichen auf Gehwege, um Staus zu umgehen oder schneller voranzukommen, ist strikt verboten und gefährdet Fußgänger erheblich.
Die Behörde rief dazu auf, die Verkehrsbereiche aller Verkehrsteilnehmer zu respektieren und Rücksicht zu nehmen.
Gesetzliche Strafen und Ursachen der Verkehrskrise
Das Befahren von Gehwegen ist kein Kavaliersdelikt, sondern wird gesetzlich streng geahndet:
-Drohende Geldbußen: Nach Artikel 75 des Verkehrs- und Verkehrssicherheitsgesetzes (Ley 5016/14) führt das Befahren oder Parken auf dem Gehweg zu einer Strafe von fünf Tagessätzen des Mindestlohns.
-Infrastrukturelle Engpässe: Das Ausweichen auf Gehwege ist in Paraguay an der Tagesordnung. Ursachen sind das hohe Verkehrsaufkommen, enge Straßen und das Fehlen leistungsfähiger Alternativen wie Eisenbahnen, Bus-Rapid-Transit-Systemen (BRT) oder einer hohen Taktung im Busverkehr, was täglich zu massiven Zeitverlusten führt.
-Mangelhafte Fußgängerinfrastruktur: Neben der Missachtung durch Verkehrsteilnehmer erschweren beschädigte Gehwege, fehlende Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen sowie die Nutzung von Gehwegen als Parkflächen für Geschäfte und Anwohner die Situation für Fußgänger zusätzlich.
Ausblick auf den Ausbau des Nahverkehrs
Das ständige Ausweichen von Zweirädern zeigt, dass reine Kontrollen und Bußgelder das Problem im Großraum Asunción nicht lösen können. Um das Verkehrschaos nachhaltig zu entschärfen, sind Investitionen in Massentransportmittel, Busspuren und verkehrstechnische Entlastungsprojekte wie Überführungen an Nadelöhren unumgänglich.
Wochenblatt / Ultima Hora / Beitragsbild Archiv














