Fernando de la Mora: Im Südbezirk von Fernando de la Mora hat die Fällung zweier jahrzehntealter Kaiserpalmen (Roystonea regia) zu erheblichem Unmut in der Nachbarschaft und einem Polizeieinsatz geführt. Eine 66-jährige Anwohnerin steht im Verdacht, das Roden der rund 20 Meter hohen Bäume im Kreuzungsbereich Algodonal und Roberto L. Pettit ohne entsprechende Genehmigung veranlasst zu haben.
Zerstörung von Lebensraum und fehlerhafte Genehmigung
Anwohner alarmierten das 2. Polizeirevier, nachdem die Bäume gefällt wurden. Der Fall löste nicht nur wegen des Verlusts des Baumbestands Empörung aus, sondern auch wegen der ökologischen Folgen: In den Kronen der Palmen nistete eine Familie von Papageien, deren Lebensraum durch die Rodung zerstört wurde.
-Fehlender Rodungsschein: Die Beschuldigte legte eine kommunale Bescheinigung vor. Nach ersten Prüfungen handelte es sich dabei jedoch lediglich um die Erlaubnis für einen Rückschnitt zur Gefahrenabwehr und nicht um eine Genehmigung zur vollständigen Fällung.
-Ermittlungen der Staatsanwaltschaft: Umweltstaatsanwältin Liza Martínez hat die Ermittlungen übernommen. Gegen die Verantwortliche wird wegen des Verdachts auf Umweltfrevel und der Zerstörung von Lebensräumen geschützter Vogelarten ermittelt.
Ausblick auf den städtischen Umweltschutz
Der Vorfall unterstreicht die zunehmenden Spannungen zwischen privaten Eigentümerinteressen und dem Schutz des städtischen Baumbestands im Großraum Asunción. Die Umweltstaatsanwaltschaft setzt mit dem Verfahren ein deutliches Signal: Das eigenmächtige Fällen von Altbäumen ohne ausdrückliche Umweltgenehmigung stellt eine Straftat dar und wird konsequent zur Anzeige gebracht.
Wochenblatt / Cronica















