Ciudad del Este: Nach knapp zweimonatiger Verhandlungsdauer hat ein Strafgericht in der Hauptstadt von Alto Paraná das Urteil gegen zehn Polizeibeamte wegen der Tötung von Álex Enrique Alejandro Ortiz Estigarribia und seiner Partnerin Gloria Yétsica Espínola Cáceres gesprochen.
Der tödliche Vorfall hatte sich 2022 im Rahmen einer missglückten Polizeiintervention ereignet.
Höchststrafen für Einsatzleiter und GEO-Beamte
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Verurteilten das Fahrzeug der Opfer (einen Toyota Allion) fälschlicherweise beschossen hatten:
Höchststrafe (12 Jahre):
Der stellvertretende Kommissar (Subcomisario) Manuel Ramón Villalba Gómez und Hauptwachtmeister (Suboficial Principal) Richard Antonio Sebriano Silvero wurden zu jeweils 12 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
Haftstrafen für GEO-Mitglieder (7 Jahre):
Sechs weitere Polizeibeamte der Spezialeinheit GEO erhielten jeweils eine siebenjährige Freiheitsstrafe: Roberto Samaniego Parquet, Rubén Darío Giménez Maidana, Alder Centurión Céspedes, Javier Antonio Martínez Ocampos, César González Agüero und Alfredo Villalba Agüero.
Freisprüche im Zweifel:
Der frühere Ermittlungschef Hauptkommissar Hugo Regis Florentín Stiglich sowie Polizeioberwachtmeister Pedro Osvaldo Britez Achar wurden aus Mangel an Beweisen bezüglich ihrer aktiven Schussabgabe freigesprochen.
Hintergrund der Tragödie
Die Polizeieinheit hatte das Fahrzeug des Paares im Jahr 2022 verwechselt und insgesamt 23 Schüsse abgegeben. Álex Ortiz erlag seinen Verletzungen noch während des Transports, während seine Partnerin Gloria Espínola nach monatelangem Intensivaufenthalt im Krankenhaus verstarb. Das Verfahren, das am 28. Juli begann, endete mit der Urteilsverkündung am 17. September. Das Urteil löste bei den Angehörigen der Opfer gemischte Reaktionen aus.
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