Wunderkind von der Goethe-Schule: Mateo Palau (16) gründet eigene Tech-Firma und verblüfft die KI-Welt

Asunción: Ein richtig schlauer Teenager schlägt hohe Wellen in der Tech-Welt. Mit gerade einmal 16 Jahren mischt Mateo Palau die Welt der Software und der Künstlichen Intelligenz auf. Der Schüler der 10. Klasse an der renommierten Goethe-Schule in Asuncion leitet bereits sein eigenes Technologie-Unternehmen und entwickelt Produkte, die für echtes Staunen sorgen.

Im Gespräch mit Journalisten erzählte der Schüler von seinen Anfängen: „Seit ich zehn Jahre alt bin, bin ich voll in die Informatikwelt eingetaucht. Angefangen hat alles mit einem Spiel auf Roblox, das drei Millionen Aufrufe und 20.000 aktive Spieler erreichte. Heute stehe ich an der Spitze meiner eigenen Firma Nova Labs, wo ich Software auf Basis von reiner KI entwickle.“

Ein KI-Agent, der den Computer steuert – und Jopara spricht

Unter anderem tüftelt das Mathe- und Tech-Genie an einer Schulplattform mit virtuellem Tutor sowie an “Dovren“ – einem autonom agierenden KI-Agenten, der komplexe Aufgaben direkt auf dem Computer ausführt. Die KI verarbeitet Sprach- und Textbefehle, legt Rechnungen ab oder fasst Daten im Sekundentakt zusammen.

Das absolute Highlight: „Die KI versteht perfekt Guaraní und Jopara!“, erklärt der junge Gründer stolz. „Die Software wurde gezielt dafür entwickelt, damit die Menschen in Paraguay ohne Barrieren kommunizieren können. Wenn jemand nur Guaraní oder Jopara spricht, versteht die KI das problemlos,“ fügte er an.

Damit die KI keine Fehler macht oder Unsinn baut, entwickelte Mateo zusätzlich das Sicherheitssystem “Tesven“. Es fungiert als Schutzschicht und holt vor jeder Aktion die Erlaubnis des Nutzers ein. Das Prinzip: Eine KI arbeitet, die andere überwacht.

Paraguayische Identität und internationaler Blick nach vorn

Mateo betont, dass Paraguay enormes Potenzial hat, es aber an Software mit echtem nationalen Stempel fehlte. Um der KI Guaraní beizubringen, füttert er die Systeme mit Büchern, Texten und dem Wissen von Sprachlehrern. Neben KI-Agenten greift er für sein Projekt auch auf ein Team von Remote-Mitarbeitern zurück.

Derzeit absolviert der Schüler das International Baccalaureate (IB), ein internationales Abitur, das ihm die Türen zu europäischen Spitzenuniversitäten sperrangelweit öffnen wird. Trotz seines jungen Alters beweist Mateo eine unternehmerische Vision, die schlicht beeindruckt – und zeigt, dass Paraguays Jugend auf Weltniveau mitmischen kann.

Wochenblatt / Cronica

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