Gestopptes „Lidocain Schiff“ könnte zum „Kokain Schiff“ werden, laut Kommissar Pastore

Vallemí: Das Transportschiff „Alexander Junior“ wurde letzte Nacht um 01.00 Uhr, 10 km unterhalb der Río Apa Kreuzung aufgehalten und von Polizei und Staatsanwaltschaft überprüft. Die transportierte Flüssigkeit in den 30 Liter Fässern soll Lidocain sein, ein Lokalanästhetikum, was gerne zum Strecken von Kokain benutzt wird. Solch eine Substanz dürfte wenn überhaupt und nicht in dieser Verpackung, nur in Asunción einlaufen und mit einer speziellen Erlaubnis.

Die Besatzung, bestehend aus sechs Männern, wurde festgenommen. Unter den Verhafteten befindet sich ein Paraguayer. Die restlichen fünf Männer sind 2 Bolivianer und drei Brasilianer. Es wird angenommen dass die Ladung, ganze 2.160 kg, aus Bolivien stammt.

Der Direktor der technischen Unterstützung der Polizei, Generalkommissar Aldo Pastore, ordnete bei einigen Fässern die Durchführung eines Drogentests durch. Das erste Resultat zeigt, dass es sich um Kokain handelt, doch dies muss erst noch von einem Labor bestätigt werden. Zudem ist ungewiss ob alle 80 Fässer den gleichen Inhalt haben.

Lidocain, ein beliebtes Anästhetikum produziert zusammengemischt mit anderen Substanzen wie Koffein ähnliche Effekte wie reines Kokain. Dies ist allerdings eine neue Form des Transportes. Diese Droge ist billiger als Crack und kann somit den Markt überschwemmen.

(Wochenblatt / Abc / Última Hora)

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

2 Kommentare zu “Gestopptes „Lidocain Schiff“ könnte zum „Kokain Schiff“ werden, laut Kommissar Pastore

  1. Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft (Wilhelm von Humboldt)

    Wir alle Wissen was während der Prohibition, dem pauschalen Alkoholverbot in den USA, passierte. Genau das passiert, seit Jahrzehnten weltweit mit dem pauschalen Drogenverbot. Dazu steht ein sehr interessanter Artikel heute in der Financial Times Deutschland:

    http://www.ftd.de/politik/international/:krieg-gegen-drogen-mit-legalisierung-den-drogenhandel-schwaechen/60060382.html

    Dieser Artikel bringt des Pudels Kern auf den Punkt.