Verhaftungswelle nach Mord in Carapeguá

Ypané: Am vergangenen Mittwoch wurde Blas Leguizamón, Angestellter und Freund eines deutschen Paares in Carapeguá ermordet. Schon am darauffolgenden Donnerstag nahm die Polizei erste Verdächtige fest. Gestern folgten drei weitere.

Am Donnerstag verhaftete die Polizei in Ypané Modesto Damián Escobar Fernández (18) und Emigdio Díaz Verdún (44), die am Raubüberfall auf eine mennonitische Familie in Paratodo-Hochstadt beteiligt waren. Dank der minutiösen Auswertung der Kamerabilder der Mautstation kam man ihnen auf die Spur. Jedoch stehen sie auch im Verdacht, an dem Raubüberfall im Haus eines deutschen Paares in Carapeguá beteiligt gewesen zu sein, wo Blas Leguizamón getötet wurde. Bei ihnen wurden übliche Gegenstände für Räuber gefunden: Taschenlampen, Fotokameras, ein wenig Bargeld und Schusswaffen.

Am gestrigen Samstag wurde in Mariano Roque Alonso Julián Villar (54) verhaftet. Der Bruder des bekannten Räuber “Coco” Villar hat Vorstrafen wegen zweifachem Mord, schweren Raub und diversen Raubüberfällen. Mit ihm wurde auch ein 16-jähriges Mädchen verhaftet. Im Haus fanden die Ermittler Bekleidungsstücke mit deutschen Aufschriften, ein Fernglas, Uhren und Dokumente, welche als Beweise für ihre Beteiligung am vermuteten Verbrechen nützlich sein könnten.

Bei einer weiteren Durchsuchung in Emboscada wurde gestern auch José María Peralta (24) verhaftet. Auch dieser hat ein langes Vorstrafenregister wegen Raub, schwerem Raub und Mord. In seinem Haus fand die Polizei zwei Revolver, eine Kamera und eine Taschenlampe. In den Nachmittagsstunden des gestrigen Samstages wurde ein weiteres Mitglied der Raubbande verhaftet. Es handelt sich um Catalina Soledad Villar de Roa (31), welche einen offenen Haftbefehl wegen schwerem Raub hat.

Die Nationalpolizei vermutet, dass entweder alle oder zumindest einige der verhafteten Personen im Zusammenhang mit dem Verbrechen in Carapeguá stehen.

Wochenblatt / Abc Color

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17 Kommentare zu “Verhaftungswelle nach Mord in Carapeguá

  1. Wie, bitte schön, kann man eine Vorstrafe wegen zweifachem Mord haben? Der Typ gehört lebenslang hinter Gittern – oder besser gleich wieder die Todesstrafe einführen.

    1. Ein Raubmörder der bei der Tat etwa 18 Jahre alt ist, bekommt 12-15 Jahre. (Sollte er 16 oder 17 sein, dann natürlich weniger wegen Jugendstrafrecht. Nach 5 Jahren oder so wieder draußen auf Bewährung)
      Nach 8-10 Jahren kommt er auf Bewährung frei.
      Im schlimmsten Fall ist er 27 wenn er wieder frei kommt. Da ist noch viel Platz für weitere Taten in seiner noch jungen Laufbahn als Verbrecher.

      Wie ich schon öfter mal geschrieben habe: Paraguay ist ein Paradies für (vor allem) männliche Pensionisten und Verbrecher. Ich kenne kaum einen Ort wo diese Personengruppe solche Möglichkeiten vorfindet wie hier.

  2. Mir wird ganz mulmig, dass Hochkriminelle in Paraguay frei rumlaufen.
    Dafür, dass diese frei rumlaufen, musste nun ein unschuldiger Mann sterben, der nur in einem Haus aufgepasst hat.

    Die Justiz, die dafür verantwortlich ist, dass diese Leute frei herumlaufen, haben nun das Blut von Blas Leguizamon an ihren Händen kleben.

    Bei solchen Fällen bin ich dafür, dass die Todesstrafe eingeführt wird, ganz ehrlich.

  3. Nun ja, die Polizei vermutet das einige oder zumindest eine Person an der Tat beteiligt war, wenn man jetzt schon auf Grund des Besitzes einer Taschenlampe verhaftet werden kann, werde ich meine eben weg schmeißen und beim nächsten Stromausfall bei Kerzen sitzen.
    Dennoch ist es eine große Schweinerei mit den zunehmenden Raubüberfällen

  4. ich bedauere, ob dieses Land fähig sein würde ein Todesstrafegesetz richtig anzuwenden. Da könnten Menschen fallen die aus Rache den Todesspruch bekommen…

  5. Bin ein Gegner der Todesstrafe ganz klar weil nicht immer klar ist oder bewiesen ob der Mann (Frau) es wirklich auch war.Selbst bei Eindeutigkeit bin ich dagegen.Weil ich der Meinung bin das Niemand das Recht haben darf einen Anderen zu töten ,in Notwehr im Krieg ist das was Anderes.Zum Schutz meiner Familie ist das was Anderes.Hier wird aber ein professioneller Henker,Scharfrichter eingesetzt der das Urteil vollstreckt ganz ehrlich das ist auch ein Mörder nur eben mit Erlaubnis . Wie muss man ticken um so etwas professionell auszuführen in jeden gesunden Menschen sollte doch die Hemmschwelle vorhanden sein einen Anderen zu töten. Im Affekt okay aber mit klaren Verstand ,ist doch krank.
    Was ist nun gewonnen der Killer ist tot kann keinen Schaden mehr anrichten aber fragt Euch doch einmal was ist mit den Opfern den Hinterbliebenen den Verstümmelten ist ihnen damit geholfen? Nein!!! Sie müssen weiter sehen das sie das Leben ohne Ernährer,Mutter ,Sohn Tochter Kind fristen,Hilfe vom Staat Fehlanzeige ein Bisschen Unterstützung vielleicht von einer Privaten Organisation aber nur befristet. Ist es Angesicht dieser Umstände nicht besser das Lebenslang das auch ist ohne Chance auf Entlassung. Ist es nicht besser dieser Mörder muss Zwangsarbeit verrichten und von dem Geld werden seine Opfer unterstützt? Denke schon das das besser ist . Jeder hat das Recht auf seine Meinung das ist meine.

    1. 1. Todesstrafen muessen nicht durch einen Henker durchgefuehrt werden – man kann den Verbrechern eine Giftspritze injizieren, der elektrische Stuhl oder Gaskammer. Letztere wird in einigen Bundesstaaten der USA auch als Moeglichkeit vorgesehen!

      2. Für mich sind Mörder Ausgestossene der Gesellschaft. Deren Familien sind so kaputt, da hab ich Null Mitleid.

      Ich bin für die Todesstrafe in besonders harten Fällen, da diese Urteile auch als Abschreckung dienen muessen. Es kann nicht sein, dass gemeingefährliche Kerle eine kurze Zeit im Gefängnis sitzen und danach geht die kriminelle Karriere weiter.
      Die Zwangsarbeit finde ich aber an sich auch eine gute Idee, dafür ist aber nicht die Infrastruktur vorhanden (z.B. ein Arbeitslager im Chaco).

  6. Die Mörder müssen gefasst und bestraft werden. Sie sind schuld am Tod eines von vielen geliebten Menschen.
    Aber sind die Mörder alleine schuld ?……….Die Familie hat das gemacht, was sehr viele andere Dachler auch machen. Sie beauftragen ihren Arbeiter ihr Hab und Gut zu bewachen. Und warum ? Weil man mit genau dem rechnet, was hier passiert ist. Nämlich mit einem Einbruch. Warum engagiert man dazu nicht einen Sicherheitsdienst oder eine Security ? Die gibts mittlerweile hier im ganzen Land. Aber nein, der Arbeiter ist ja billiger. Ausserdem passiert doch eh nichts. Der muss doch nur aufpassen, braucht nichts zu arbeiten, also zahlen wir ihm dafür auch nur den halben Lohn. Ein ARBEITER, unbewaffnet und wenn doch,, dann höchstens mit ner Machete. Keinerlei Ausbildung !!!! Hauptsache billig !!!!!! Und wenn dann doch was passiert, so wie in diesem Fall, dann ist das Gejammere natürlich gross. Ein Freund !!!! Sie haben unseren Freund ermordet. Blas Leguizamón, ein einfacher Arbeiter, ein Freund, ein alter Mann, nicht angemeldet, nicht krankenversichert, aber ein guter Freund. Diese Heuchelei ist nur schwer zu ertragen. Lernt endlich aus dieser Sache. EUER ARBEITER ist keine Security. Er ist ein Menschenleben für das ihr die Verantwortung tragt. Was gibt es denn so wertvolles in euren Häusern, das es ein Menschenleben wert ist. ? Ein Fernseher ? ein Laptop ? ein Handy ?………………lasst sie klauen was sie wollen. Nichts, aber auch gar nichts, rechtfertigt ein Menschenleben. !!!!!!!!!!!!!!!!!!!………..Es tut mir leid einen solchen Kommentar zu schreiben, aber vielleicht hab ich damit auch nur ein einziges Leben in der Zukunft gerettet .

    1. Ich gebe Asgard980 Recht.Soviele Leute die unschuldig im Knast sitzen und dann noch Todesstrafe fürchten müssen oder irgendein korrupter fauler Richter darf über Leben und Tod entscheiden das auch noch gerade hier im Land?!Nein das wäre keine gute Idee.. das mit den Arbeitslager ist eine gute Idee.Die Gefängnisse sind hoffnungslos überfüllt und veraltet..Geld für neue kommt nie an.Jugendstrafttäter und „normale“Strafttäter müssten für ihren Schaden aufkommen..Lebenslang Schmerzensgeld an die Familien der Opfer bezahlen.Gerade Jugendliche Täter wurden dort das vermittelt kriegen was deren Eltern nicht im Stande waren zu vermitteln,“Von nichts kommt nichts.“ Ein Project was mir gerade sofort in den Sinn kommt,wäre,am Pilcomayo den ganzen Schlamm und Geröll wegschaffen.Da tut sich wieder nichts und das herrschen die idealen Bedingungen um jemanden so richtig zu strafen mit Arbeit 😉

    2. ich möchte meinen Kommentar nochmal ergänzen. Alle Angaben zu dem Arbeiter betreffen uns selbst und sind zu diesem Fall nur hypothetisch. Unser Arbeiter ist jetzt Mitte 65. Wir haben ihn all die Jahre nicht angemeldet, auch keine KV bezahlt. Dennoch nennen auch wir ihn “ einen guten Freund „. Aber damit belogen wir uns die ganze Zeit selbst und dieser aktuelle Fall hat uns das vor Augen geführt. Wir benutzen unseren Arbeiter. Das tut man mit einem guten Freund ganz bestimmt nicht. Deshalb lass uns Alle doch noch einmal unser Verhalten zu unseren Angestellten neu überdenken. Vielleicht sogar zum Vorteil beider Seiten.

    3. Sepp Matuschek

      Hallo Arkascher
      Wer zu feige ist seinen Namen zu nennen sollte keine Kommentare schreiben die nicht nur verletzend sind, sondern in dem vorliegenden Fall auch nicht der Realität entsprechen. Die Familie Wimmer lebt schon seit mehr 7 Jahre auf ihrem Land und es gab nie einen Anhaltspunkt für einen Überfall oder der gleichen, im Gegenteil sie sind auf Grund ihrer Hilfsbereitschaft sehr beliebt. Da Frau Wimmer bei ihrem Sterbenden Mann bleiben wollte, sie aber nicht wusste wann sie nach Hause kommen würde, aber Tiere versorgt werden mussten, bat sie den Blas das zu übernehmen. Ob in Deutschland, Paraguay oder auch sonst wo in der Welt ist es üblich in einer solchen Situation eine vertraute Person zu bitten doch nach dem Rechten zu schauen. Ich finde dein Kommentar strotzt vor Gemeinheit und Niederträchtigkeit der Frau Wimmer gegenüber die nur das getan hat was wir alle tun würden in einer solchen Situation, eine vertraute Person zu bitten nach dem Rechten zu sehen. Ich denke ein Entschuldigung an Frau Wimmer währe das mindeste. Ansonsten bist und bleibst du ein Kommentarschreiber der untersten und gemeinsten Kategorie. J.Matuschek

      1. Dann möchte ich mich hiermit ganz aufrichtig bei der Frau Wimmer entschuldigen. Der Sinn meines Kommentares lag ganz bestimmt nicht darin, Sie oder irgendjemand zu verletzen. Der Sinn lag ausschliesslich darin darauf hinzuweisen, das ein Arbeiter nicht für die Sicherung von Hab und Gut eingesetzt werden sollte.
        Und genau das machen sehr viele Menschen. Etwaige Gefahren werden dabei aber ausser Acht gelassen.
        Und das Einbrüche oder Viehdiebstähle in diesem Land sehr häufig mit körperlichen Schäden verbunden sind, dessen sind wir uns dann doch Alle bewusst. Frau Wimmer möchte ich auch noch mein Beileid für den Verlust ihres Mannes und ihres Arbeiters aussprechen und das sie alle Kraft der Welt hat, die nächsten Tage und Wochen gut zu überstehen.

        P.S. an den Sepp………Überfälle oder Einbrüche sind seltenst vorhersehbar oder werden vorangemeldet

  7. Peralta, 24: Ein langes Vorstrafenregister u.a. wegen Mord und Raub!
    Zum Totlachen!
    Somos orgullosos de ser Paraguayos!

  8. Es wäre sicherlich auch sinnvoll, sich einmal in der Nachbarschaft des Ehepaares umzuschauen.
    Meiner Meinung nach sind da die Nachbarn involviert, wenn nicht als Täter, dann sicherlich als Tippgeber.
    Denn wer sollte einer Bande denn von der guten Gelegenheit erzählen, wenn nicht die Nachbarn, die wussten, daß der Mann im Sterben lag und die Frau an seinem Sterbebett saß?
    Nebenbei bemerkt: Wie verkommen muß man sein, um so eine Tatsache auszunutzen?
    Ein weiteres starkes Indiz für die Mittäterschaft der Nachbarn ist für mich der Mord an Blas Leguizamón.
    Er mußte wahrscheinlich sterben, weil der die Täter (er)kannte.

    Ich spreche der Familie mein tiefempfundenes Beileid aus.

    Lieber Hans Iseli
    auch in DACHL gibt es junge Männer, die ein ellenlanges Vorstrafenregister haben.
    Man nennt sie verharmlosend „Intesivtäter“. Da haben oft schon 16jährige eine steile kriminelle Karriere hinter sich, die der des 24jährigen Peralta in Nichts nachsteht.
    Und die Kuscheljustiz streichelt sie, spricht eine Bewährung nach der anderen aus.
    Wie erst vor einigen Tagen, als 4 junge Vergewaltiger einer 14jährigen mit Bewährungsstrafen davonkamen, unter dem Jubel des serbischen Verbrecherclans, dem sie angehören. ( Richter! Isch weiß wo dein Haus wohnt!)
    Somos orgullosos de ser Alemánes, Austriacos, Suizos?

    1. hallo TejuJagua!
      Das ist nur die Spitze vom Eisberg in unserer Heimat, IM Erika ( A. Merkel) richtet das Deutsche hin und Verbrechern mit Ausländischen Wurzeln wird Pardon gewährt.

      1. Du hast noch einen Hinweis auf IM Larve (der Gauckler) vergessen.
        Mehr über das was zur Zeit in Deutschland abläuft und Merkels Rolle z. B. hier:
        https://michael-mannheimer.net/category/merkel-infos-zu-einer-deutschlandabschafferin/
        und in anderen Kategorien dort.