Der erste Kontakt mit Indigenen im Chaco

Asunción: Es gibt auch in Paraguay noch indigene Ethnien, die in freiwilliger Isolation leben. Nun will man mit ihnen den ersten offiziellen Kontakt von staatlicher Seite aufnehmen. Ob das Vorhaben von Erfolg gekrönt ist wird sich erst noch zeigen.

Gestern kam es zur Unterzeichnung eines Aktions- und Kontingenzprotokolls. Dabei soll mit einer Untergruppe vom Stamm der Ayoreos, die Ayoreo-Totobiegosode, weitere Kontakte geknüpft werden.

Ihr erster dauerhafter Kontakt mit der Außenwelt erfolgte in den 1940er und 1950er Jahren, als mennonitische Farmer auf ihrem Land Kolonien gründeten. Die Ayoreo-Totobiegosode widersetzten sich der Missionierung und es kam zu Todesopfern auf beiden Seiten.

Das gestrige Abkommen zielt darauf ab, ein Dokument zu haben, das die Achtung und den Schutz der Rechte der Ayoreos garantiert. Ein Jahr ist das das Protokoll ab der Unterzeichnung gültig. Über 10 staatliche Institutionen haben es unterzeichnet und sollen einen Aktionsplan erarbeiten, der die Kontakte zudem auch protokolliert und bewertet.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

2 Kommentare zu “Der erste Kontakt mit Indigenen im Chaco

  1. Hat schon was humoriges das Foto, die Vertreter der ueber 10(!) Institutionen in Pinguintracht bzw. Hosenanzug.
    So als ob entschlossen wurde ein neues Wasserkraftwerk zu bauen.

    Ich frage mich nur, was es bringen soll, „weitere Kontakte zu knuepfen“ mit diese Ayoreo-Gruppe.

  2. Ob es noch diese Wilden gibt, ist sowas von fraglich. Es geht doch nur um internationale Aufmerksamkeit zu wecken und damit Gelder für Bürokraten an Land zu spülen. Im Chacobusch kann ein Mensch ohne Kontakt zur Zivilisation heute gar nicht mehr leben.