Straßen in Paraguay: Teuer und von kurzer Lebensdauer

Asunción: Auf der Messe Construtecnica in der paraguayischen Hauptstadt, die vor allem den Bausektor anspricht, wurden im Rahmen von Fachvorträgen bestimmte Themen erörtert. Der Straßenbau in Paraguay stand dabei auch im Mittelpunkt.

Vertreter des Bausektors in Paraguay unterstrichen die Wichtigkeit der Dauerhaftigkeit von Straßenarbeiten während einer Debatte “Straßeninfrastruktur in Paraguay: Gegenwart und Zukunft“, die auf der Messe Constructecnia entwickelt wurde.

Sie wiesen auch darauf hin, dass eine schlecht konstruierte oder mangelhafte Arbeitsausführung mit höheren Kosten verbunden sei als erwartet, sodass die Nutzungsdauer des Projektes zuerst berücksichtigt werden müsse, damit sie von der Gesellschaft bezahlt werden könne und in einigen Jahren nicht große Reparaturarbeiten verursache, was erhebliche Kostenüberschreitungen bedeute.

„Wenn in einigen Phasen der Arbeiten Planungsfehler gemacht werden, sind die Kostenüberschreitungen katastrophal, so wie auf der Fernstraße 4, die zum dritten Mal instand gesetzt wird“, sagte Ingenieur Paulo Yugovich vom Verband der Baufachleute.

Die Redner betonten, dass Paraguay das Land mit der dynamischsten Wirtschaft in Südamerika sei, und dass die Baubranche an vierter Stelle des am schnellsten wachsenden Wirtschaftssektors in der Region liege. Nach Angaben des Ökonomen Amílcar Ferreira ist es zudem eines der Sektoren mit den meisten an Beschäftigten.

Jedoch dürfe, so Ferreira weiter, dieser Boom nicht ausgenützt werden, Pfusch an den Tag zu legen. Er und weitere Experten aus der Branche betonten, dass Betonstraßen in Paraguay eine wesentlich längere Lebensdauer aufweisen würden als Asphalt. Deswegen müsse das letztgenannte Material weniger zum Einsatz kommen, um langfristig die Kosten zu reduzieren, weil weniger Sanierungen vonnöten seien.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Straßen in Paraguay: Teuer und von kurzer Lebensdauer

  1. Auf dem Foto deutlich die fachmännischen Arbeiten hierzulande erkennbar. Eine Tüte Fliesenkreuze: Demasiado caro und hätte wohl den Bau der Straße um ein paar Millionen USD erhöht. Zufälligerweise wäre der Fliesenkreuz-Verkäufer ein Hermano, Tio, Padrino oder Amigo gewesen.
    Nun wird die Betonstraße auf dem Foto nun unweigerlich nach 14 Tagen oder dem ersten Regen, je nachdem was zuerst eintritt, sich mit Schlaglöcher füllen, was ja auch nicht schlecht ist, so sind die Raser doch wenige.
    Glücklicherweise sind die Betonplatten schwer genug um nicht vom Regen mitgetragen zu werden, so dass es bei Regen zu nur wenig Toten kommen wird.
    Dass die Straßen teuer sind ist kein Wunder, es braucht ja auch fünfzig Bauarbeiter mehr als in Europa, um die gleiche Strecke in der gleichen Zeit zu basteln. Und es gibt wieder Arbeit für fachmännische Reparaturen für Monate, um zwei Meter fachmännisch zu reparieren.

  2. auch bei Beton lässt sich trefflich pfuschen anstatt 20 cm dick nur 5 cm….hält dann drei Tage