Soldat als Drogenschmuggler erhält milde Strafe

Asunción: Die Staatsanwaltschaft beantragte 15 Jahre Haft für einen Soldaten, der dabei ertappt wurde, wie er Drogen mit einem Militärfahrzeug transportierte. Die Richter hielten aber 5 Jahre für angemessen.

Der Vorfall ereignete sich im November 2016 in San Pedro, als Leutnant Osmar Dario Pérez Fleitas beim Drogenschmuggel erwischt wurde.

Gemäß der Anklage fand man 5.052 Kilo Marihuana in 193 Säcken verteilt. Das Fahrzeug hatte eine Militärkennzeichnung und war angeblich für die ausschließliche Verwendung des Nationalen Notfallsekretariats (SEN) zugewiesen worden.

Angesichts diese Beweise forderte die Staatsanwältin Fany Aguilera die Höchststrafe für den Angeklagten und ihre Entscheidung wird durch das Strafgesetzbuch gestützt, das besagt, dass Beamte, die mit Drogen im Verlauf ihrer Aufgaben unter Anklage stehen, mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden müssen.

Am Prozesstag entschied ein Richtergremium, das sich aus Agapito Núñez als Vorsitzender und Rodney Rejalaga sowie Karina Tumpling als Beisitzer zusammensetzte, Fleitas nur zu 5 Jahren Haft zu verurteilen.

Sie erklärten, dass Fleitas Opfer von Denunziationen durch andere Militärangehörige gewesen sei und diese Informationen die Staatsanwältin nicht berücksichtigt hätte.

Angesichts dessen wird aber Aguilera gegen das Urteil Berufung einlegen. „Ich glaube, dass die Strafe nicht mit dem Gesetz übereinstimmt“, drückte sie enttäuscht aus.

Wochenblatt / Paraguay.com

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2 Kommentare zu “Soldat als Drogenschmuggler erhält milde Strafe

  1. Marihuana ist keine Droge sondern eine Nutzpflanze und ein Heilmittel. Wie beim Alkohol macht der Missbrauch die Probleme, nicht das vernünftige nutzen.

  2. Aber man sollte es beruecksichtigen wenn man es nicht darf dann darf man es nicht und eigentlich in solchen positionen noch weniger und egal wer er ist er muesste wie jeder andere bestraft werden