Kein Vertrauen zu niemandem

Asunción: Am gestrigen Dienstag traf sich Präsident Abdo mit den Gouverneuren des Landes. Dabei mussten speziell die Handys alle außen vor bleiben. Die Sorgen waren bei allen die gleichen.

Da unter den Gouverneuren jede Menge Ex-Cartes Anhänger sind und keiner so recht weiß, wer noch bei ihm auf dem Lohnzettel steht, war Vorsicht geboten (Beitragsbild). Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser.

Mario Abdo Benítez erklärte den Gouverneuren wie er sich die Zusammenarbeit vorstellt und wurde direkt mit den Problemen konfrontiert, die sich im Zusammenhang mit der Amtsausübung ergeben. Die meisten haben leere Kassen, kein Geld für Schulspeisung, kaputte Fahrzeuge und Schulden aus der letzten Legislaturperiode.

Die Schulspeisung ist, mit Verlaub, eine der wichtigsten Aufgaben der Gouverneure in ihrem Amtsbereich. Durch die Zentralregierung sind die spezifischen Aufgaben vor Ort eher gering, ebenso die Verantwortung. Dennoch soll ein weiteres Treffen mit dem Finanzminister Benigno López dabei helfen, die fehlenden Mittel bereitzustellen.

Die Gouverneure erklärten, dass ihnen bewusst sei, dass sie ehrlich arbeiten müssen und die derzeitige Unzufriedenheit der Bevölkerung das Produkt von falschen Versprechungen der politischen Klasse sei.

Wochenblatt / Última Hora

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2 Kommentare zu “Kein Vertrauen zu niemandem

  1. „Die Gouverneure erklärten, dass ihnen bewusst sei, dass sie ehrlich arbeiten müssen und die derzeitige Unzufriedenheit der Bevölkerung das Produkt von falschen Versprechungen der politischen Klasse sei.“

    Bewusst sein ehrlich zu arbeiten, heisst natuerlich noch lange nicht, es auch zu tun. Wenn die naechsten Wahlen kommen, dann koennte ein anderer die Staatskohle einheimsen, daher sollte man schon vorsorgen. Dank der Amigos wird auch nichts passieren, einzig die Presse koennte Stress machen.