Ciudad del Este: Die erste Wahlkampfreise, die Miguel Angel López Perito als möglicher Präsidentschaftskandidat der Frente Guasu unternahm, führte ihn nach Alto Paraná.
Der Generalsekretär der Präsidentschaft und Vorkandidat für das Präsidentenamt ab 2013 beschuldigte gestern die Ex Minister aus Fernando Lugos Kabinett in die eigenen Taschen gearbeitet und damit dem Volk geschädigt zu haben.
Obwohl er es vermied Namen zu nennen erklärte er, dass der Staatschef dies eine Zeit lang duldete weil er nicht hart sein wollte. Diese Aussagen machte er am gestrigen Sonntag im luxuriösen Salon „Asturias“ in Ciudad del Este, wozu die Bewegung „20 de Abril“ einlud.
„Viele Ex Minister und Funktionäre arbeiteten in ihre eigenen Taschen anstatt das fürs Land zu tun. Fernando Lugo ist Pfarrer, Bischof und das bringt eine grenzenlose Toleranz mit sich weswegen er nicht hart durchgriff und einige ihr Amt schlecht ausüben ließ. Für die Einstellung alles und jeden in die Regierung integrieren zu können, bezahlten wir einen hohen Preis“, präzisierte der Kabinettschef der als Resultat die vollzogenen Wechsel anpries.
„Von zehn Ministern die 2008 unter Lugo begannen blieben nur zwei, Dionisio Borda und Esperanza Martínez. Weitere hochrangige Funktionäre die mit Lugo begannen wurden ebenso ausgewechselt. Die, die keine gute Arbeit vollbracht haben und nur ihre Stühle warmhielten, wurden ausgewechselt“, hob López Perito vor.
Er sagte auch, dass einige Fehler der Regierung aus mangelnder Erfahrung unterlaufen wären, was jedoch nicht zu vergleichen wäre mit den Fortschritten die das Land nach der Colorado Hierarchie erleben durfte.
Gestern schloss López Perito seine politische Rundreise in Alto Paraná ab, wo auch nicht mit Kritik an Tranquilo Favero gespart wurde. Favero auch bekannt als „Sojakönig“, weil er tausende Hektar Land besitzt, zahle eine zu kleine Steuer aus López Peritos Sicht. Er sprach von der Notwendigkeit der Neuorientierung der Wirtschaftspolitik sowie von Koalitionen zwischen den privaten und dem staatlichen Sektor.
Wenn er schlussendlich der Wunschkandidat der Frente Guasu werden sollte, würde er sein Amt in der Regierung niederlegen. Für ihn sei es notwendig eine politische Gruppe zu bilden, die aus vielen Parteien und sozialen Bewegungen besteht, um in 2013 wirklich zu gewinnen.
In der vergangenen Woche sagte der Kabinettschef, dass Fernando Lugo das letzte Wort habe über die Kandidatur. Er erklärte auch, dass es von Seiten des Präsidenten eine Vorliebe für den Fernsehmoderator Mario Ferreiro gibt. Dieser wurde gestern Nachmittag nach seiner USA Reise von Lugo persönlich empfangen. Über das nachfolgende Gespräch drang nicht nach außen.
(Wochenblatt / Última Hora)










Hans Iseli
Ist das etwas Neues?
Asuncion45
nein, es ist normal und das überall auf der Welt. Das aber nur, weil die breite Masse zu faul ist sich mit der Politik zu beschäftigen. Sie gehen lieber ihren Vergnügen nach und beklagen sich über die da oben.
Es wird Zeit zum Systemwechsel. Weg von der Fremdbestimmung hin zur Selbstverantwortung. Da brauchen wir keine Geldschlucker jedweder politischer Farbe mehr.
Naxos
Ich würde mich ja gerne um Politik kümmern, halte mich davon aber fern, weil die Schlussauswahl sich böse gesagt auf DeppIn-A oder DeppIn-B beschränkt. Wen soll man da wählen? Also am besten keinen!
Grosse, unrealistische, extreme (links oder rechts), jeglicher wissenschaftlichen Grundsätzen entbehrender Propaganda inklusive monoton grinsendem stereotypen aufgesetztem Lächeln (wenn die Kamera gerade auf sie schwenkt), wie in der Werbung, sowas will ich nicht wählen.
Ich vermisse in der Politik sachliche, gebildete und ehrlich gebliebene Menschen, die es verdienen in dieses Amt gewählt zu werden.
Also mal ehrlich, ich kann doch nicht in der Schlussrunde einen Pfarrer oder Kuhhirten wählen, welche die Vorselektion noch als das Beste hervorgebracht hat.
Beispiel Merkel: Physikerin, Ziehtochter vom Kohl (Spendenaffäre) und ex-Kommunistin. Sowas ist für mich nicht wählbar (bzw deren Partei). Erstens hat Physik nichts mit Politik zu tun, zweitens haben Spendenaffären nichts mit Ehrlichkeit zu tun und drittens ist Kommunismus wieder so ein Extremismus.
Das einzig Vernünftige, was die Politik in den letzten Jahren hervorgebracht hat ist meiner Meinung nach Barak Obama.