Abhängigkeit als Risiko: Wie Chinas neue Agrarpolitik Paraguays Exporte bedroht

Asunción: Branchenexperten warnen: Die Maßnahme Chinas, die inmitten internationaler Spannungen die eigene Inlandsversorgung priorisiert, ist bereits auf dem Weltmarkt spürbar.

Die jüngste Entscheidung Chinas, den Export von Düngemitteln auszusetzen, hat im paraguayischen Agrarsektor die Alarmglocken schrillen lassen. Man rechnet bereits jetzt mit möglichen Auswirkungen auf Kosten und Produktionsmengen der kommenden Erntezyklen.

Branchenvertreter weisen darauf hin, dass diese Maßnahme – ergriffen, um die interne Versorgung des asiatischen Riesen angesichts globaler Spannungen sicherzustellen – auf dem Weltmarkt bereits zu Preissteigerungen und einer geringeren Verfügbarkeit wichtiger Betriebsmittel führt.

Obwohl die lokalen Produzenten derzeit noch über ausreichende Lagerbestände für die laufende Saison verfügen (dank vorausschauender Einkäufe), gilt die Sorge dem mittelfristigen Zeitraum. Paraguays Landwirtschaft ist massiv von importierten Düngemitteln abhängig; jede externe Einschränkung kann die gesamte Produktionsplanung über den Haufen werfen.

Zusätzlich zur Verteuerung der Betriebsmittel werden Auswirkungen auf die Logistikkosten durch steigende Kraftstoffpreise und internationale Frachtraten erwartet, was die Rentabilität des Sektors direkt untergraben könnte.

Zwar gibt es Alternativen und Ersatzstoffe, doch Fachleute sind sich einig, dass Düngemittel für stabile Erträge bei Kulturen wie Soja, Mais und Weizen nach wie vor unerlässlich sind. Vor diesem Hintergrund bleibt die Prognose für die nächsten Ernten von großer Unsicherheit geprägt, während man die Entwicklung der internationalen Lage abwartet.

Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv

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