Abholzung im Chaco ohne Folgen

Agropil: Luis Barrios, Rechtsanwalt, prangert eine Abholzung durch bewaffnete Männer im Departement Boquerón an. Sie Situation ist aber anscheinend etwas schwierig zu durchschauen.

Barrios beklagt die Untätigkeit der Polizei und Staatsanwaltschaft in dem Fall, die ein Auge zudrücken sollen. Die Rodungen finden in der Schutzzone vom Pilcomayo Fluss statt. „Gestern verließen schon wieder drei LKW mit geschützten Baumsorten die Liegenschaft und die Polizei schaut zu“, sagte Barrios.

Der Konflikt findet etwa 250 Kilometer südöstlich von Filadelfia, in der Gemeinde Agropil, statt. Ein Brasilianer soll der Besitzer von dem Waldgrundstück sein.

André Arriola, Staatsanwalt für Umweltvergehen, war nicht untätig. Im März führte er eine Intervention nach der Anzeige des Anwalts auf der Liegenschaft durch. Fortschritte und Aufzeichnungen soll es aber darüber nicht geben, so Barrios.

„Barrios berichtete über 50 bewaffnete Männer, die Rodungen vornehmen. Wir gingen mit einem starken Polizeiaufgebot auf das Grundstück. Dort fanden wir nur sieben Menschen mit Rucksäcken vor, die zelteten. Kein LKW war zu sehen“, sagte Arriola.

Auf Grundlage der Razzia wurden der Eigentümer und der Vorabeiter auf der Liegenschaft identifiziert. Sie wurden zweimal von der Staatsanwaltschaft vorgeladen, aber jedes Mal wurde ein Attest vorgelegt, dass dies aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich sei.

Arriola erklärte, es werde ein Bericht der Direktion für Umwelt erwartet, ob es zu Umweltschäden und einer Abholzung auf dem Grundstück gekommen sei. Zudem gäbe es Probleme bei den Besitzverhältnissen, etwa 20 bis 30 Personen sollen Titel besitzen oder darauf Anspruch erheben.

„Das Umweltproblem soll anscheinend andere Sachen, wie der Kampf um die Eigentumsrechte, vertuschen. Ich schließe das nicht aus“, sagte der Staatsanwalt.

Quelle: ABC Color

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