Fehlende Ressourcen für Lehrer in Filadelfia

Filadelfia: Der Bürgermeister von Filadelfia, Holger Bergen, äußerte sich besorgt über die Qualität der Bildung und den Mangel an Ressourcen aus dem Bildungsministerium (MEC). Sogar Löhne muss die Gemeinde teilweise selber bezahlen.

„Bildung ist die Grundlage einer Gesellschaft. Wenn dazu öffentliche Mittel fehlen, ist das fatal“, sagte Bergen.

In dem Bezirk gibt es spezifische Fälle, bei denen die Aufsichtsbehörden nicht ihrer Arbeit nachgehen. Allerdings werden Berichte erstellt, als ob alles in Ordnung sei.

„Ich habe mich schon mehrmals beschwert. Wenn die Regierung auf das Wort Transparenz pocht, dann muss das im Bildungssektor ebenfalls der Fall sein. Wenn wir Ausbildung politisieren, ist das Scheitern vorprogrammiert“, sagte der Bürgermeister.

Bezüglich des Fonds Fonacide gibt es keine Probleme. Alle Berichte darüber sind auf dem neuesten Stand. Die Gehälter der Lehrer sind ein weiterer Sorgenpunkt.

Letztes Jahr kamen Anfragen an die Gemeinde, Löhne von Unterrichtenden zu bezahlen. Dieses Jahr wiederholt sich das Prozedere erneut.

„Wir haben schon letztes Jahr das MEC gewarnt, dass dies nicht so weiter gehen kann. Bildungseinrichtungen wachsen nun mal. Früher waren neun Lehrer genug, nun braucht diese Schule aber 12. Wir fördern das Engagement in dem Sektor. Deshalb bezahlen wir die Lehrer, aber das muss die Pflicht des Bildungsministeriums sein“, betonte Bergen.

Im Gemeindebezirk Filadelfia sind etwa 4.000 Schüler registriert. Es gibt indigene Gemeinschaften, in denen ein Anstieg von 20% erfolgte. Nun hofft Bergen, dass das MEC mehr Planstellen für Lehrer zuweist, sodass die Kosten dann auch vom Ministerium übernommen werden.

Quelle: ABC Color

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19 Kommentare zu “Fehlende Ressourcen für Lehrer in Filadelfia

  1. Für was soll denn Bildung breiter Massen wichtig sein? Wer will denn das überhaupt? Das stört doch nur das gesellschaftliche Gefüge. Außerdem ist damit „kein Geld zu verdienen“. Wichtiger ist, daß Politiker und sonstige Korruptis ungestört unerhörte und stets neue sprudelnde Einnahmequellen entdecken und anzapfen können. Das sind die wahren Werte auf die es in Paraguay ankommt. Clever und „gebildet“ ist, wer in diesem Korrupti-Zirkus die beste Vorstellung abgeben kann. Die Masse der Bevölkerung schaut ohnehin, wie in Lethargie verfallen, nur zu. Selbst die Jugend, Zukunft des Landes, kommt nicht von ihrem Allerwertesten hoch und liebt und lebt genau das weiter, was offensichtlich und unausrottbar Teil der paraguayischen Kultur zu sein scheint. Ich glaube nicht mehr daran, daß sich in dieser Gesellschaft Grundlegendes ändern wird. Wo kein Wille, ist bekanntlich auch kein Weg. Die Paraguayer lieben die Ruhe und Gelassenheit, ihr Asado und den Terere, hassen Leistung und Verantwortung – was braucht man also mehr um glücklich zu sein?

    1. Manni, ich stmme Deinem Kommentar zu, möchte allerdings noch anfügen, dass Filadelfia, bzw. die Mennoniten- Kolonien auch etwas spezifisch zu betrachten wären

  2. Das ist halt ein typisches Merkmal eines 3. und 4.Welt-Land.

    Die herrschende Kaste steckt sich die Moneten mittels hoher Loehne, noch mehr Zulagen, Vetternwirtschaft und weiterer schmutziger Deals (die ungestraft bleiben) ein, fuer elementare Dinge wie Bildungseinrichtungen fehlt angeblich das Geld und man wartet aus Spenden oder Krediten von der Weltbank etc.

    Ich frage mich, wieso klappt das in anderen suedamerikanischen Laendern, wie Uruguay oder Chile so viel besser, obwohl ersteres nur ein kleines Land ohne Wasserkraftanlage und letzteres oft von Erdbeben betroffen und durch seine Landesform aeusserst weite Wege zu bestreiten sind?

    Vor kurzem gab es in Washington eine Konferenz der Weltbank zur Loesung von Trink- und Abwasserproblematik in unterentwickelten Laendern. Unser Minister zwischen den Ministern vom Senegal und Sierra Leone.
    Einfach peinlich, in der „gleichen Stufe“ mit diesen Laendern zu sein, und das obwohl Paraguay zwei rentable Wasserkraftanlagen besitzt und eine wirtschaftlich bedeutende Mennonitenkolonie hat.

    Aber wenn die Bevoelkerung gegen die Zustaende nicht ankaempft, wird es weiterhin so bleiben. Eher hab ich den Eindruck, dass es mehr Leute gibt, die in die herrschende Kaste durch (falsche) Freundschaften reinwollen, anstatt die Situation zu aendern.

    1. In diesen Ländern (Uruguay, Chile) klappt das besser, weil dort (fast) keine Vermischung von Europäern mit Ureinwohnern stattgefunden hat. In Paraguay (vorwiegend Mestizen) schlägt die Mentalität der Guarani überall durch, man spricht ja auch zumindest auf dem Lande vorwiegend diese international nichtsnutzige 3./4.-Welt-Sprache. „Sprache – Denken – Wirklichkeit“ heißt ein bekanntes Buch von B. Whorff, bespreibt treffend den Zusammenhang der Sprache mit dem Denken der Leute und die sich ergebenden gesellschaftlchen Konsequenzen und Handlungen der Leute. Eine Sprache wie Guarani, die ganz anders aufgebaut ist als z.B. das ziemlich logisch-rationale Deutsch, hat nun man seine Auswirkungen auf die gesammte Kultur.
      In Uruguay hat man die Guaranis frühzeitig ausgerottet, das Problem besteht deshalb dort nicht wie in Paraguay (und Bolivien etc wo Quetchua auch Landessprache ist), das Denken ist dort europäisch-fortschrittlicher (die wenigen Guarani die heute dort leben sind wieder eingewandert), es gibt weniger gesellschaftliche Probleme.

      1. Georg es ist nicht die Sprache, auf die kommt es nicht an. Guarani garnicht so schlecht
        Hast Du eigendlich einen sauberen Stammbaum, im alten Preußen,im deutschen Reich lebten viele Völker, mit vielen Sprachen. Und sogut wie alle hatten letzt den gorßen Ariernachweis (bis 1750)
        Alles reinblütige deutsche lachen ja die Hühner!
        Es ist einfach noch keiner da,bzw.geboren der den Schweinstall ausmistet.Das mag dann eine harte schmerzhafte Nummer sein.Viele Schmarotzer und korrupte Elemente fest zu setzen, ein – zu – sperren.
        Georg, es ist leicht zu merken.Bildung kostet Geld und das hat die Unterschicht nicht.Das Wissen und die Zeit fehlt vielen der Unterschicht weil sie Berufstätig sind.HartzIV ergibt HartzIV.Sie bleibt so wie sie ist dumm gehalten von der Oberschicht.Was oben ist bleibt oben und unten bleibt unten.
        Das kannst Du auch in Deutschlnd beobachten.Haben die Eltern studiert, studieren die Kinder auch an der Uni!

        1. Das ganze hat nicht in dem extremen Sinn etwas mit Reinblütigkeit/Stammbaum zu tun. Les bitte den Kommentar weiter unten und den entsprechenden Link. Es gibt Gründe für Unterschiede in der Kultur oder Mentalität der Völker.

          1. Ich denke wolfgang will das nicht verstehen, da in seiner Realität der Klassenkampf noch sehr ausgeprägt ist.

            Die Rassenlehre hat nicht Adolf H. erfunden, oder Deutschland. Die Rassenlehre gab es schon viel länger. Vor allem im Anglo-imperium ist die „Eugenic“ eine bis heute (!) sehr angesehene und anerkannte Wissenschaft. Sie wurde dort niemals in Frage gestellt – was dem Adolf-reich angelastet wurde war in erster Linie eine Abänderung der Reihenfolge.
            Ohne ein Spezialist zu sein glaube ich hat er die Arier von der 6. Stelle auf die 1. hinaufgesetzt und die Israeliten von oben nach weit unten. Was siche nicht (!) korrekt war, wenn man bedenkt wieviele Nobelpreisträger und große Geister diese zahlenmäßig doch eher kleine Volk hervorgebracht hat.

            Es ging also bei der Kritik vor allem um die Reihung – wer nun denn die beste und höchste Rasse sei.

            Das es einen Unterschied in den Rassen gibt, und manche nunmal mehr erfunden, erreicht, erschaffen haben als andere war niemals streitig.
            Die Indianer etwa sind ja praktisch aus der Altsteinzeit (sie haben nichtmal ein Wort für Tisch, weil dieser nie erfunden wurde) von den Europäern in die Neuzeit gepfropft worden. Da kann man schwer erwarten , daß sie die gleiche Entwicklung in ~300 Jahren abschließen, für die unsere Vorfahren über 5000 Jahre gebraucht haben.

            Die Paraguayische Oberschicht ist praktisch (fast) reinblütig spanischer Abstammung. Die haben mit den indigenas genausowenig gemeinsam wie wir DACHLer. Deswegen verstehen wir uns mit ihnen in der Regel auch weit besser, als mit campesios. Auch wenn sich viele Neuankömmlinge da gerne selber etwas vormachen. Es ist kein Zufall, daß die ärmsten Bundesländer von ARG und Brasilien ausgerechnet diese Teile sind, wo die Guaranii Indiander leben (war früher alles Paraguay, wurde im Tripple-Krieg eingenommen).

    1. Das ist schlichtweg die Sapir-Whorf-Hypothese und die Konsequenzen:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Sapir-Whorf-Hypothese
      „Die Sapir-Whorf-Hypothese geht darüber hinaus davon aus, dass die semantische Struktur einer Sprache die Möglichkeiten der Begriffsbildung von der Welt entweder determiniert oder limitiert. Sie ist die „Annahme, dass die erlernte (Mutter-) Sprache die Erfahrung, das Denken und Handeln der Menschen determiniere, jede Sprache eine spezifische Weltsicht vermittle“; die These, dass die Sprache unser Weltbild prägt.“

    2. Wenn einem die Antwort nicht paßt wird man in Deutschland entweder als Rassist, Ausländerhasser, Islamfeind oder Nazi tituliert.. Das sind die sogen. Totschlagargumente linker und grüner Meinungsfaschisten. Gibt es die auch schon in Paraguay? Ich hoffe nicht. Und ganz nebenbei. Die Menschen ticken eben tatsächlich nicht gleich wie man es angeblich „wissenschaftlich“ belegen möchte. Einfaches Beispiel: Schwarze sind von Natur aus beweglicher, sportlicher, beinahe tänzerisch veranlagt als Europäer. Das will ja niemand abstreiten, weil damit positive Eigenschaften beschrieben werden. Sobald jedoch negative Eigenschaften (die zweifelslos vorhanden sind) benannt werden, wird man des Rassismus bezichtigt.

    3. 9mm,
      Ich weis das Adolf die Rassenlehrenicht erfunden hat,um weiter zu kommen unter ihn war der kleine oder große Ariernachweis Notwenig.Er wollte die Juden entmachten mit allen Mitteln.
      Du führst die Juden an,viele Wissenschaftler,Ärzte,gelehrte, da haben wir es ganz sauber.Sehe Dir mal die Eltern an und dann die Kinder.In Worms gibt es einen Judenfriedhof:“Heiliger Sand.“ Dann suche mal die Bografien zusammen .
      Sind die Eltern was, werden die Kinder was,guter Zugang zu Bildung!
      Vor den Tripple-Krieg stand Paraguay ganz anders da und gut unter López,an den Indeginen und Guarani kann es nicht
      liegen zu der Zeit ging es auch.Bei den Jesuiten ging es auch, warum jetzt nicht!

  3. Zitat Georg: „In Uruguay hat man die Guaranis frühzeitig ausgerottet, das Problem besteht deshalb dort nicht wie in Paraguay (und Bolivien etc wo Quetchua auch Landessprache ist), das Denken ist dort europäisch-fortschrittlicher (die wenigen Guarani die heute dort leben sind wieder eingewandert), es gibt weniger gesellschaftliche Probleme. “
    Die Guaranis frühzeitig ausgerottet? Deshalb kein Problem dort? DAS ist Rassismus! Und Schlimmeres!

    1. Kann ich was für die Ausrottung der Guaranis in Uruguay? Das Problem gibt es dort nicht, weil es keine Guaranis oder andere Ureinwohner gibt, sondern nur Nachfahren der Spanier etc. Wären von Anfang an keine Guaranies da gewesen, gäbe es das Problem auch nicht. Die Ausrottung ist Völkermord und bedauerlich, tut aber eigentlich direkt nichts zur Sache. Sie sollten mal versuchen, das Ganze richtig zu verstehen wie das mit der Sapir-Whorf-Hypothese gemeint ist, verschiedene Kulturen, verschieden Sprachen, unterschiedlche Denkweisen/Mentalitäten. Auf Whorf „Sprache – Denken – Wirklichkeit“ habe ich mich ausdrücklich bezogen, wenn Sie das nicht verstehen oder verstehen wollen, dann kann ich nichts machen. Vielleicht hätten Sie sich den Beitrag bei Wikipedia (Link oben) mal durchlesen und verstehen sollen oder ich habe mich nur missverständlich ausgedrückt?

      –Deshalb kein Problem dort heißt: nicht weil ausgerottet, sondern neutral weil es dort keine Guaranis gibt (egal warum nicht). Das Nichtvorhandensein ist leider eine Folge der Ausrottung.– Ich hätte das wohl besser weglassen sollen und schreiben sollen: In Uruguay gibt es das Problem nicht, weil es dort keine Guaranis bzw. nur sehr wenige in neuerer Zeit Eingewanderte gibt. Ich wollte aber zusätzlich auf die bedauerliche Ausrottung durch die Uruguayer hinweisen, was national und international auf wenig Interesse stößt.

      1. Das ist doch alles Blödsinn.Warum hat man sich dann an den Indeginen vergriffen, um sie Vertreiben.Wer nicht verschwand wurde Sklave oder Ausgerottet.Damit haben die Spanier die Landbesitz geregel.Noch um 1900 gab es Kopfgeld in Feuerland/Chile für jeden getöteten Indeginen. In der Neuzeit wurden viele Indegine sterilisiert, eine diskretere der Ausrottung!
        Die Sprache macht gar nichts,es ist eine Frage des Zugangs zu Bildung.Vom Kindergarten über die Hochschulreife bis zum Studium.
        Haben die Eltern eine minimale Schulbildung geben sie das an die Kinder weiter.Oft schaffen sie nicht mal den Facharbeiter.In Deutschland HartzIV produktziert Hartz IV, bestes Studienobjekt.
        Guarani ist eine Sprache wie jede andere, genauso wie Deutsch.Das die Indeginen anders Denken ist klar jedes Volk hat seine Macke.Viele leben im Einklang mit Natur,nemmen das was sie brauchen.Ob das so schlecht ist weis ich nicht, besser für die Umwelt ist es!Das reicht dann halt. Man muss die so nehmen wie sind.Dann kann man mit Bildung etwas machen.Da muss man im Kindergarten anfangen!
        In den Nachbarländern hat man mehr säuber gemacht nach dem das Militär in die Kaserne verschand.
        Hier hat sich eine korrupte Oberschicht breit gemacht die das Land auspündert. Allein die aufgeblähte Beamtenblase ist ein Hammer.
        Was Frau Neidhardt schreibt ist Ihre Sache. Rassismus,Herrenmensch auch Untermensch wird sie noch kennen.
        Bei den vielen Zuwanderern waren nicht nur friedliche Menschen dabei.Spätesten dann, wenn die Sitten ein zu eins Importiert sind,wird sie als Frau ihren Platz gezeigt bekommen.Das weis jeder der andere Welt kennt und mal dort war, nicht nur im Urlaub!

  4. Warum das politische und gesellschaftliche System in Uruguay und Chile anders und fortschrittlicher ist als dasjenige von Paraguay liegt daran, dass diese Länder nach Beendigung ihrer Diktaturen effizienter „aufgeräumt“ haben. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, habe ich gelesen, leuchtet selbst mir ein.
    Paraguay habe heute in riesigen ineffizienten Beatmetenapparat von 300’000 Beatmeten, die Schweiz ca. 25.000. In Statistiken belegt Paraguay 0 Punkte auf einer Skala von 1 bis 5.
    Bsp. mir sind sämtliche Dokumenten des Motorrads „abhanden“ gekommen. Musste MEIN Moto nochmals verifizieren lassen und von Schalter A nach Schalter B zu Schalter C und zurück, nachdem ich die Polizei beschäftigt hatte mir entsprechendes Papierchen auszufüllen. Dann ins Ministerium der Clowns de Automobiles. Dann hätte ich noch Clowns in Lambaré beschäftigen müssen, habe die persönliche Erledigung der Angelegenheit zu diesem Zeitpunkt abgebrochen und dafür einen Escribano beschäftigen dürfen. Ich der Schweiz rufst so viel ich weiß das Straßenverkehrsamt an und bekommst das Duplikat, das war’s.
    Ohne tiefer in die Materie Einblick zu haben, jedoch habe ich Augen im Kopf. Und ich sehe wie Straßen riesige Löcher aufweisen und nichts wird repariert, obwohl doch auch mit den „niedrigen“ Straßenverkehrsabgaben ein hübsches Sümmchen auf den Muniscipalidades zusammen kommt. Auch unbegreiflich, wie neue Straßen innerhalb kürzester Zeit (spätestens nach zwei Monaten) zu bröckeln beginnen, nach einem Jahr hunderte Schlaglöcher aufweisen und nach fünf Jahren wurde noch kein einziges repariert (vgl. „Hauptstraße“ ins Barrio Universo in Roque Alonso).
    Dies kann ich mir nur dadurch erklären, dass Verträge zwar gelten, jedoch bei Nichterfüllung der Ausgang langwierig, korrupt, mühsam und ungewiss ist, dieser Weg daher oft vermieden wird. Wer gelinkt wurde kann kaum auf rechtliche Hilfe zurückgreifen. Beatmete, Lehrer und Handwerker kennen alle Tricks, sobald ihnen der Rücken zugekehrt wird, werden diese schamlos ausgenutzt (vom Staat kostenlos an Schulkinder abgegebene „nicht konsumierte“ Milch für private Nutzung der Lehrer, sich in Asche auflösende Maurerarbeiten oder am Ende noch viel Arbeit übrig, ein paar Tage nach deren vollständigen Bezahlung). Null Kontrollen, null Konsequenzen, null rechtliche Mittel bei Überführung.
    Dies wird in Chile/Uruguay wohl anders sein. Chile sei vorbildlich, doch auch in Uruguay gibt es erhöhte Korruption, wie es sie auch in Deutschland und der Schweiz gibt.
    In diesem Ministerium de Educación y Cultura arbeiten absolut unfähige Leute. Ebenso in den anderen Clown-Ministerien. Wobei sich die Frage stellt, sind sie wirklich so unfähig oder sind ihnen einfach die Hände gebunden. Im Ministerium der öffentlichen Baustellen und Kommunikation MOPC würde ja mindestens ein fähiger Mann arbeiten: Philipp. Doch was kann man tun, wenn schon deine Vorgesetzten kein Dreieck von einem Viereck unterscheiden können?
    Es dünkt mich einfach, dass hierzulande die Mentalität herrscht: Egal was passiert oder aufgedeckt wir: am besten nichts tun. Es werden Gesetzte gebastelt und Verordnungen angekündigt, schlussendlich passiert gar nichts.
    Doch ist nicht alles negativ anzusehen: „Über Paraguay muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“. Es ist ja auch schön nicht wie in der Schweiz wegen jedem geschredderten Kaugummipapier in jahrelang beatmete Mühlen der Justiz zu geraten und Einsprache mit absehbarem Ausgang bei deren Kollegen – mit denen sie seit Jahren zusammenarbeiten – tätigen zu dürfen.
    So habe ich den Schweizer Behörden mehrmals erklärt, dass ich die Kugelschreiber bei meinen Bankbesuchen gar nicht rauben wollte, sondern – Sie wissen wie das ist – unabsichtlich eingesteckt habe. Aber Gesetz ist Gesetz, da kannst nichts machen: Die Beatmeten tun ja auch nur ihre Arbeit, sozusagen etwas Abwechslung vom täglich einreihelen neuer Weisungen und Verordnungen in den amtlich bewilligten Behälter.

  5. Es ist wahr, dass Paraguay im Allgemeinen eine bessere Bildung braucht. Es ist auch wahr, dass die Europäer eine fortgeschrittenere Zivilisation haben. Allerdings sollten wir nicht so viel verallgemeinern. Es gibt auch junge, intelligente und gut ausgebildete Leute in Paraguay, aber sicher nicht die Mehrheit. Viele Ärzte haben zum Beispiel in den USA und Europa ins Ausland geschult und kehren nach Paraguay zurück, um ihren Beruf zu üben. Ich vermute, dass neue Immigranten und Ausländer mehr Belichtung mit dem durchschnittlichen Paraguayer als den gebildeten Menschen in mehr Elite-Kreisen in Paraguay. Das Land hat sich in den letzten 20 Jahren sicher verlaufen, obwohl noch viel zu tun bleibt. Uruguay ist ganz europäisch, und Chile ist eines der wohlhabendsten Länder Südamerikas, mit Erdbeben, leider.

  6. Hmmm….in Uruguay und Chile ist alles besser, die Leute sind intelligenter und trotzdem nistet das braune Gesocks sich hier in Paraguay ein.
    Warum eigentlich?

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