Abwertung des Guaraní als Ausweg gegen Schmuggel und gefährdeten Arbeitsplätzen?

Asunción: Das Wirtschaftsteam der Regierung überlegt derzeit ernsthaft wie es das Problem mit dem Schmuggel aus Argentinien beenden kann. Da ein Ende nicht in Sichtweite ist und auch die nationale Industrie deswegen nicht sterben soll, berieten sich gestern erneut der Finanzminister, Referenten der Produktionsgremien und der Zoll.

Als möglicher Ausweg wird die Wertminderung bzw. Abwertung des Guaraní angedacht, damit der Vorteil gegenüber des Peso versandet. Ob und wie jedoch diese eventuelle Maßnahme durchgeführt wird ist derzeit noch völlig unklar. Der entstandene Unterschied zum früheren Wechselkurs beträgt rund 30%. Bleibt nur zu hoffen, dass sich diese Handlung allein auf den Kurs des Peso auswirkt und nicht gegenüber des US-Dollars oder gar Euros.

Sobald das Thema detaillierten in den Medien dargestellt wird, erfahren auch sie mehr dazu.

(Telefuturo)

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3 Kommentare zu “Abwertung des Guaraní als Ausweg gegen Schmuggel und gefährdeten Arbeitsplätzen?

  1. Ups! Abwertung des Guarani bis zu 30%?

    Das Vorhaben könnte unter Umständen eine Revolution des kleinen Mannes auslösen. Um 30% Abwertung im sozialen Bereich – Existenzminimum – zu kompensieren müssten die Deppen zeitgleich das Mindestgehalt von 1 658 232 Gs. auf 2 155 702 Gs. anheben, dass sind 497.470 Gs.

    Da kommt es der Regierung billiger den Schmuggel weiterhin aus Argentinien zu tolerieren oder die Unterlassung des Schmuggels zu subventionieren ;-).

    Dass die angedachte Abwertung sich nur auf den Peso beschränken würde, diese Hoffnung wäre nicht up to date.

    Würde dieser „spekulative Gedanke“ beim Finanzministerium noch vor Ende der Franko Ära konkrete Formen annehmen gäbe es eine relativ kurzfristige Währungsflucht aus den Guarani, z.B. in den USD oder EUR.

    Wer böses denkt!!!

    Möglicherweise „bestehende Defizite“ von bis zu 30% könnten noch vor Ende der Franko Ära so gebügelt werden.

    Wer weiß, alles spekulativ?

  2. Sollte der Guarani gegenüber dem Peso oder auch gegenüber dem Euro und US Dollar abgewertet werden, dann steigen auf jeden Fall die Preise schneller. Ein eventuell besserer Wechselkurs gegenüber etwa dem Euro wird durch die Inflation schnell wieder aufgefressen. Für die hier lebenden Euro-Rentner also gehupft wie gesprungen.

  3. Wir sind in Paraguay. Bis hier irgendwelche Ideen umgesetzt werden, ist Argentinien entweder schon wieder komplett pleite oder der Peso stark wie nie.
    Die Chipas werden nicht so heiß gegessen, wie sie gebacken werden.