Äußerst fraglich

Asunción: Die Ordner voller Unterschriften für eine Verfassungabänderung zur Einführung der Wiederwahl waren ein Desaster. Nun wurde ein Schuldiger präsentiert. Inwiefern er damit zu tun hat ist äußerst fraglich.

Mit Pauken und Trompeten wurde heute Nachmittag bei einer Pressekonferenz die Tochter eines Parteibürosprechers beschuldigt in der Wahljustizbehörde die Listen manipuliert zu haben. Paula Vera soll nachträglich Tote und Minderjährige auf die Listen gesetzt haben. Da die Anzahl der ungültigen Stimmen über 70.000 beträgt ist das äußerst fraglich.

Das Wahlgericht (TSJE) dementiert eine mögliche Beteiligung umgehend und wies die Behauptung der Cartes Anhänger als haltlos und falsch zurück. „Ihre Arbeit wurde überprüft und sie gab 36 Tote ins System ein, 36 Namen, die schon auf den originalen Listen enthalten waren. Es wurden Scans gemacht, womit dies bewiesen werden kann“, so Fausto von Streber, Direktor der Informatikabteilung des TSJE.

Da mehr als 220 Privatpersonen Anzeige erstatteten, weil sie unfreiwillig auf die Listen pro Wiederwahl kamen, müssen nun von Seiten der Staatsanwaltschaft Aussagen aufgenommen und Untersuchungen durchgeführt werden. Das überbeansprucht nicht nur den Staatsapparat auf absehbare Zeit, es sorgt auch auf Dauer für Gesprächsstoff, den Cartes und seine Unterstützer gern vermeiden würden. Ob der Plan wirklich aufgeht ist äußerst fraglich.

Wochenblatt / Última Hora / Abc Color

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