Argentinien verkauft Energie aus Yacyretá

Nach mehreren Stromausfällen vergangene Woche in Brasilien versorgte Argentinien über das Umspannwerk Garabí das Nachbarland mit Strom in einer durchschnittlichen Höhe von 165 MW über sieben Stunden, die Gesamtmenge lag unter 1.000 MW, welches aus dem Wasserkraftwerk Yacyretá erzeugt wurde, dies gab die brasilianische Presse bekannt.

Nach Befragung des technischen, stellvertretenden Leiters des binationalen Kraftwerkes (EBY), Ingenieur Gabino Fernandez, erklärte dieser das Vorgehen: „Wir können den Vorgang weder bestätigen noch dementieren, wir liefern Energie an Unternehmen für Paraguay und Argentinien, was diese dann damit machen, lässt sich schwer nachvollziehen. Jedes Land ist hier in der Eigenverantwortung, sensibel mit den Ressourcen umzugehen“. Er räumte aber ein, dass ein Energieaustausch zwischen Brasilien und Argentinien üblich sei, jedoch man keine Kontrolle über solche Operationen habe.

Der Ingenieur Gemán Escauriza, ein Branchenexperte, war empört und äußerte sich zur Sachlage. „Argentinien profitiert aus dem Verkauf von Energie an Brasilien, während die Schulden an Paraguay nicht beglichen werden“, sagte er. Nach den Unterlagen des EBYs hat das Nachbarland noch Altschulden im Energieverbrauch aus dem Jahr 2013 in Höhe von 49 Millionen US Dollar, im Jahr 2014 sind noch 80 Millionen $ ausstehend, ein Gesamtbetrag also in Höhe von US $ 129.000.000.

Der stellvertretende Ingenieur Osvaldo Núñez, zuständig für das Finanzsystem in Yacyretá, sagte, die konsolidierten Schulden bis zum Jahresende 2013 betragen fast 2 Milliarden US Dollar. Das nächste Treffen zu diesem Thema und noch weitere Unterpunkte ist für Ende des Monats geplant.

Quelle: ABC Color

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1 Kommentar zu “Argentinien verkauft Energie aus Yacyretá

  1. Wow, das lässt tief blicken, eine Präsidentin, welche ihre Rechnungen nicht bezahlen will, und ein Ermittler gegen ebendiese, der tot aufgefunden wird. (http://www.heise.de/tp/artikel/43/43932/1.html)
    Zudem der Satz, dass man KEINE Kontrolle hat, wer den Strom bekommt (oder bezahlt?),
    also DAS ist diese so gerne erwähnte Transparenz?