Asunción: Die Präsidentin des paraguayischen Gewerkschaftsbundes (CUT), Mirta Arias, hat scharfe Kritik an der Messung der Lebenshaltungskosten durch die Zentralbank von Paraguay (BCP) geübt. Laut Arias spiegele der Mindestlohn in keiner Weise die Realität wider; die Menschen müssten seit langem “Unmögliches vollbringen“, um schlicht zu überleben.
Die Gewerkschaften werfen der Zentralbank vor, bei der Inflationsmessung “Richter und Partei zugleich“ zu sein, um eine angeblich stabile Wirtschaftslage zu präsentieren.
“Es ist fast zum Lachen“
Besonders die Behauptung einer “Null-Inflation“ in gewissen Bereichen stößt bei Arias auf Unverständnis. „Es ist fast schon zum Lachen, wenn von einer Inflation von Null die Rede ist, während jeder weiß, dass der Großteil des Lohns für Lebensmittel draufgeht und die Fleischpreise inzwischen unerschwinglich sind“, so die Gewerkschaftsführerin.
Forderung: BIP-Wachstum muss bei den Menschen ankommen
Die CUT schlägt daher eine grundlegende Änderung des Messsystems vor. Es reiche nicht aus, nur die Inflation zu betrachten; auch das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) müsse bei den Lohnanpassungen berücksichtigt werden. „Wir brauchen eine Makroökonomie, die endlich auf der Mikroebene – also im Geldbeutel der Bürger – ankommt“, forderte Arias.
Abschließend betonte sie, dass die Parameter der Zentralbank völlig an der Lebensrealität der arbeitenden Bevölkerung vorbeigehen würden.
Wochenblatt / Megacadena / X / Beitragsbild Archiv















