Botschafter von Taiwan: “Es war besser, den Kongress zu verbrennen“

Asunción: Der scheidende Botschafter aus Taiwan, Alexander Tah-Ray Yui, sagte bei seiner Abschiedsrede im Regierungspalast, es “war besser“ einen Teil vom Kongress zu verbrennen, damit die “schlechten Vorhaben“ gescheitert seien und das Land dadurch seine demokratischen Institutionen erhalten habe.

Angesprochen auf die Beurteilung des paraguayischen demokratischen Prozess antwortete Yui, dass in den zweieinhalb Jahren, in denen er hier im Lande gewesen sei, das demokratische System funktioniere und die “beste Option für die Regierung“ ist.

Der Diplomat fügte an, dass die Systeme von Paraguay und Taiwan “ständig in Frage gestellt“ werden und in einen Topf geworfen würden, der “nicht demokratisch“ sei.

„Die nicht angenehmen Vorfälle im letzten Jahr, zu dem Thema, das jeder weiß (die öffentliche Reaktion gegen die Verfassungsänderung bei der Wiederwahl, die dann zur Verbrennung des Kongresses führte) haben immerhin dazu geführt, dass ein Mechanismus funktioniert: Die demokratische Institutionalität wurde respektiert“, erklärte Yui.

Was das Feuer des Gebäudes der Legislative anbelangt so sagte der Diplomat: „Es hat uns sehr geschadet, weil er (der Bau) ein Beitrag aus Taiwan war, wo die Volksvertreter ihre Funktion ausüben können. Aber es war besser, den Kongress zu verbrennen, als Schlimmeres heraufzubeschwören. Deshalb möchte ich Paraguay beglückwünschen, dass die Institutionen und die Demokratie in vollem Umfang erhalten blieb“.

In Bezug auf das Treffen mit Horacio Cartes im Regierungspalast sagte der taiwanische Botschafter, er habe die bilateralen Fragen überprüft, wobei berücksichtigt worden sei, dass in den zweieinhalb Jahren, die er sein Land in Paraguay vertreten habe, drei wichtige Abkommen unterzeichnet worden wären: Eines im Transportwesen der Luftfahrt, ein anderes im Bereich der Wirtschaftbeziehungen und ein drittes über die Authentifizierung ausländischer Dokumente.

Die Abkommen legen den Grundstein für bessere Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern, sodass das Exportvolumen von Paraguay aus nach Taiwan im letzten Jahr um 100% höher lag als gegenüber 2016.

Ende Februar trat zudem ein Wirtschaftsabkommen in Kraft, das keinen Zoll für 54 paraguayische Produkte vorsieht, wie bei Rindfleisch und anderen Vorleistungen für den taiwanischen Markt mit einem Expansionsvorteil für das übrige Asien.

Angesprochen auf die Auswirkungen eines möglichen Regierungswechsels in Paraguay sagte Yui, dass die Beziehungen zwischen beiden Ländern konstant seien, und dass Projekte, wie das Programm Senavitat weiter geführt werden. Was für 2018 geplant sei, werde auch mit einer neuen Regierung erfüllt.

Ebenso wird das Projekt der Technologischen Universität, dessen Memorandum im Januar unterzeichnet wurde, weiter voran getrieben, sodass im August damit begonnen werde, kostenlose Stipendien für diejenigen anzubieten, die an der Universität studieren wollen. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2019 geplant.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Botschafter von Taiwan: “Es war besser, den Kongress zu verbrennen“

  1. Das Kongress Gebaeude verbrennen war besser,als?Es hilft kein neues Gebaeude wenn die unreinen lappen den gleich wieder verschmutzen.

  2. Friedrich Schiller über Demokratie

    Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn.
    Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.
    Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
    Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
    Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt,
    um Brot und Stiefel seine Stimm‘ verkaufen.
    Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen.
    Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
    wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.
    Demetrius I. (Sapieha)