Briefkastenfirmen und Blockaden: Warum Paraguays wertvolle Erze im Boden bleiben

Asunción: Der promovierte Geologe Jaime Báez Presser erklärte, dass Paraguay über Vorkommen an schweren Seltenen Erden und anderen kritischen Elementen verfügt, die zu einem wirtschaftlichen Motor werden könnten. „Dies fügt sich in das ein, was heute gemeinhin als kritische Elemente bezeichnet wird. Dazu gehören Platinmetalle, Silizium, Quarz, Uran, Thorium, Zirkonium und Hafnium“, gab er an.

Er wies darauf hin, dass sich die Hauptvorkommen in alkalischen Karbonatitkomplexen und in vulkanischem Gestein befinden. „Wir haben Vorkommen in Chirihuelo, im Cerro Sarambí und eventuell im Cerro Guazú, wobei Letzterer ein indigenes Reservat ist. Im Grunde ist das Vorkommen im Norden abbaubereit. Es müssen Detailarbeiten durchgeführt werden, um eine Abbaugenehmigung zu erhalten“, erklärte er.

Der Geologe hob die Bedeutung der Lamproite in der Region Oriental hervor. „Diese Lamproite, die wir hier haben, sind ein gigantischer Segen. Sie sind es, die in Paso Yobái Gold, Platinmetalle, Diamanten und auch Zirkon liefern, in dem Hafnium enthalten ist – ein Element, das für die Weltraum- und Nukleartechnik unerlässlich ist“, bekräftigte er.

Er warnte jedoch davor, dass diese Ressourcen trotz ihres Wertes noch nicht effektiv genutzt werden. „Es gibt Anfragen von kleinen Firmen, meist Briefkastenfirmen, aber diese Lagerstätten sind vorhanden und mit einem seriösen Unternehmen wäre das rentabel. Beim heutigen Uranpreis ist das rentabel“, behauptete er.

Presser deutete an, dass hinter der mangelnden Ausbeutung dubiose Geschäfte und institutionelle Hindernisse stecken. „Warum dies nicht abgebaut wird, ist eine ganze Geschichte für sich, über die wir stundenlang diskutieren könnten“, analysierte er abschließend.

Wochenblatt / Radio Monumental

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