Bye-bye Europa, Hallo Paraguay: Warum jetzt plötzlich die Nachbarn das Land stürmen

Encarnación: Das Büro der paraguayischen Migrationsbehörde in der Hauptstadt von Itapúa verzeichnet einen stetigen Zustrom von Ausländern, die ihren Wohnsitz in der Departaments-Hauptstadt oder in anderen Orten des Departaments Itapúa anmelden möchten.

Der zuständige Leiter, Raúl Vega, wies darauf hin, dass in den letzten Monaten ein signifikanter Anstieg bei brasilianischen Staatsbürgern zu beobachten ist, die Dokumente für eine Ansiedlung einreichen. An zweiter Stelle stehen argentinische Staatsbürger, gefolgt von einer geringeren Anzahl an Europäern.

Vega erklärte, dass dieser Trend eine Veränderung im Vergleich zu den Vorjahren darstellt, in denen eine stärkere Präsenz von Bürgern aus Europa verzeichnet wurde. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 wird der Migrationsfluss jedoch hauptsächlich von Menschen aus den Nachbarländern angeführt.

Bezüglich der Zahlen informierte er, dass 896 Anträge auf eine befristete Aufenthaltserlaubnis (radicación temporal) und 327 Anträge auf eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis (radicación permanente) registriert wurden. Diese Verfahren dauern im Rahmen des Migrationsgesetzes 978/96 in der Regel zwischen 45 und 90 Tage. Nach Abschluss des Prozesses können die Antragsteller den paraguayischen Personalausweis (Cédula) beantragen.

Seitens der Behörde wird betont, dass dieser Prozess darauf abzielt, die Regularisierung von Ausländern zu erleichtern und deren legale, soziale und wirtschaftliche Integration im Land zu fördern. Zudem wird unterstrichen, dass der Anstieg der Anträge das wachsende Interesse widerspiegelt, sich in der Region niederzulassen – getrieben durch wirtschaftliche Faktoren, Arbeitsmöglichkeiten und Lebensqualität.

Das Migrationsbüro in Encarnación befindet sich in der Straße 25 de Mayo Ecke Honorio González und ist zu den üblichen Bürozeiten für Interessenten geöffnet.

Wochenblatt / Mas Encarnación

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