Das “Recht“ in die eigene Hand genommen

Recht und Recht haben ist in Paraguay schon immer ein kritisches Thema. Hier gilt fast immer das Motto: “Wer zahlt schafft an“. Nun aber haben alle ein Problem, auf der einen oder anderen Seite.

Seit gestern haben die Angestellten der Justiz, genau um 00:00 Uhr von Sonntag auf Montag, das Recht in die eigene Hand genommen. Sie fordern, wie schon viele andere Beamte, wie unter anderem die Lehrer, Mediziner und Forensiker, eine Gehaltserhöhung. Der Streik soll bis Dezember anhalten, wenn die Bedingungen nicht erfüllt werden.

Was wollen eigentlich die Angestellten der Justiz?

Sie fordern eine Lohnanpassung, insbesondere vom Grundgehalt aber auch deren Budgets. So soll endlich ein vernünftiges Arbeiten möglich sein, wie zum Beispiel bei dem Kauf von Büromaterialien oder anderer Elemente.

José Vicosio ist einer der Beamten, der in diesem Sektor angestellt ist und den Streikmaßnahmen zustimmt. Er erklärte, bis Dezember würden die Demonstrationen gehen, nach und nach werde man sie intensivieren.

„Seit 2012 hat es im Bereich der Angestellten bei der Staatsanwaltschaft keine oder wenig Neueinstellungen gegeben. Der Lohn muss steigen, um mindestens 20%“, sagte Vicosio.

Nun streiken nicht nur die Angestellten der Staatsanwaltschaft, auch die Ärzte im öffentlichen Gesundheitswesen haben gestern damit begonnen. Die Grunddienstleistungen sollen gewährleistet sein. Weitere Beamte aus anderen Einrichtungen sympathisieren mit den Streikenden, sie könnten sich denen anschließen. Weihnachten steht vor der Tür.

Quelle: Ultima Hora

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3 Kommentare zu “Das “Recht“ in die eigene Hand genommen

  1. Ach, für die Beamten und Justiz fällt immer genug ab, diese wollen bloß noch ein grösseres Stück vom Kuchen. Das wird zu aller Zufriedenheit geregelt werden. Geld ist doch genug da.

  2. Ist doch kein Problem. Da nimmt das Land wieder mal einen Kredit über 500 Mio Dollares auf und schon läuft alles. Wie man das dann in 10 – 20 Jahren zurückzahlen kann, steht in den Sternen. Aber da Paraguay spätestens 2030 ohnehin zahlungsunfähig sein wird, kann man jetzt ruhig noch Kredite aufnehmen. Tilgen muss man die dann ohnehin nicht mehr 😉 Pleite ist Pleite.
    Paraguay ist das moderne Griechenland – mehr auch nicht.
    Der Präsident nimmt für alles Kredite auf, weil der Staatssäckel fast komplett für Gehälter und Pensionen draufgeht. Wovon die Kredite mal getilgt werden sollen, weiß heute noch niemand. Vielleicht geschieht ja auch ein Wunder und ein Goldmeteorit von 50 Tonnen Gewicht fällt in den Ypacaraisee – natürlich ganz behutsam, damit es kein Welle oder dergleichen gibt.