Kolonie Independencia: Erste, noch unveröffentlichte Studien eines deutsch-paraguayischen Joint Ventures belegen jetzt mit unumstößlicher Klarheit, was die alten Griechen und Lateiner schon seit Ewigkeiten vermuteten: Körperliche und geistige Gesundheit sind eng miteinander verbunden – mens sana in corpore sano*.
Wissenschaftler der Universität Heidelberg und der Universidad Católica von Asunción haben in einem von der EU gesponserten Partnerprogramm unlängst nachgewiesen: Denksportler leben länger. Sie übertreffen die durchschnittliche Lebenserwartung des Menschen statistisch um bis zu 9,9 Jahre. Ausgesprochen denkfaule Zeitgenossen leben im Vergleich dazu statistisch gesehen sogar fast nur halb so lang! Das gilt übrigens gleichermaßen für männliche wie weibliche Exemplare der Spezies.
Dabei unterstreichen die Forscher allerdings kategorisch: Denken ist nicht gleich Denken. Denken an sich sei zwar gesund, aber nur dann, wenn wir darunter nicht das endlose Grübeln verstehen, das uns nachts wachhält. Gemeint ist jene lebendige Neugier, mit der Kinder die Welt entdecken und Philosophen vermeintliche Selbstverständlichkeiten hinterfragen. Wer sich im Kreis seiner Sorgen dreht, erlebt etwas ganz anderes als jemand, der staunend eine neue Perspektive entdeckt. Laut der Fachstudie büßen sogenannte “Overthinker“ 7,5 Jahre ihrer Lebenserwartung ein, Hyperfokussierer sogar 12,3 Jahre.
Bewusstsein im Wandel
Vielleicht ist es wie beim Kochen: Nicht allein die Zutaten entscheiden, sondern auch, was wir daraus machen. Oder wie in der Musik: Erst im Zusammenspiel der Töne und der Leere – dem “Nichts“ dazwischen – entsteht eine Melodie. Ein fertiges Rezept, eine Partitur für die Kunst des Denkens, gibt es wohl nicht, sagen die Wissenschaftler. Jeder muss darin seinen eigenen Weg gehen, am besten in kommunizierender und kooperierender Gemeinschaft.
An Menschen, die sich mit dieser Frage beschäftigen, gibt es in Paraguay jedenfalls keinen Mangel. Gerade in der Colonia Independencia hat sich in den vergangenen Jahren eine lebendige, deutschsprachige Szene entwickelt, in der Selbstwerdung, Meditation und Bewusstseinserweiterung einen festen Platz in jedem Veranstaltungskalender haben.
Zwei ihrer bekannten Vertreter sind Dr. med. Christian Büttner und Klaus Medicus. Mit ihrer Vortragsreihe “Wanderer am Weltenrand“ luden sie dazu ein, gewohnte Sichtweisen zu hinterfragen und die Welt mit neuen Augen zu betrachten.
Aus diesen Gesprächen entstand ihr gemeinsames Buch Staunen – Stille – Fülle, das sich mit der Entwicklung künstlerisch-kreativer Intelligenz beschäftigt. Eine weitere Buchpräsentation ist um die Jahreswende im Chaco geplant. Inzwischen verfolgen beide auch eigene neue Projekte.
Abenteuer Anthroposophie mit Dr. Christian Büttner
Christian Büttner lädt Interessierte zu einer Einführungsveranstaltung seines neuen Seminars “Abenteuer Anthroposophie“ ein.
• Wann: Samstag, 3. Oktober 2026, von 9:00 bis 12:00 Uhr
• Wo: Salón de Eventos, Lago Manantial (direkt an der Ruta 8 zwischen Sport Camping und Castel Echauri)
• Ablauf: Die anschließende Seminarreihe findet alle zwei Wochen statt und dauert jeweils drei Stunden (Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben).
• Inhalt: Behandelt werden grundlegende Texte von Rudolf Steiner mit dem Ziel, diese mit Begeisterung nutzbringend für das praktische Leben anzuwenden.
• Voraussetzung: Einziger Gradmesser ist der gute Wille zur Eigenaktivität und Zusammenarbeit.
• Anmeldung: Um Voranmeldung per Telegram wird unter der Telefonnummer 00595 986 365199 gebeten.
Neuer “Heilkraft-Code“ von Klaus Medicus
Klaus Medicus arbeitet unterdessen an seinem neuen Buch “Der Heilkraft-Code – Vom Ende des Suchens zur Kraft im Jetzt“. Darin stellt er eine neue “Psychologie des JETZT!“ vor und geht einer ungewöhnlichen Frage nach: Was geschieht, wenn wir nicht länger versuchen, uns mit immer neuen Methoden zu verändern, sondern beginnen, die eigenen Gedanken, Überzeugungen und Reaktionen aufmerksam zu beobachten?
Sein Leitgedanke lautet: „Heilung entsteht nicht durch Tun, sondern durch das Ende des inneren Tuns.“ Damit beschreibt Medicus keine medizinische Behandlung, sondern einen Perspektivwechsel: weg vom unablässigen Versuch, sich selbst zu optimieren, hin zu einem bewussteren Erleben des gegenwärtigen Augenblicks.
Einen ersten Einblick gibt es schon in Kürze: In den nächsten Tagen erscheint ein neues eBook von Klaus Medicus, das zentrale Gedanken des “Heilkraft-Codes“ inhaltlich vorstellt und neugierig auf das kommende Werk macht. Den Gratisdownload sowie weitere Informationen zur Veröffentlichung finden Interessierte unter klaus-medicus.com.
Und wer weiß: Vielleicht gehören auch Sie längst zu jenen neugierigen Köpfen, die gern über den Rand des Gewohnten hinausschauen. Dafür braucht es weder ein Philosophiestudium noch eine besondere Begabung. Manchmal genügt es, eine vertraute Frage noch einmal anders zu stellen.
Oder einfach einen Augenblick lang zu staunen.
Am besten gleich hier.. und jetzt.
*Die Redewendung ist ein verkürztes Zitat aus den Satiren des römischen Dichters Juvenal. Im Originaltext (Satire 10, 356) heisst es: orandum est ut sit mens sana in corpore sano – beten sollte man darum, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper sei. Der Satiriker meinte damit etwas ganz anderes, als heute oft angenommen wird: Er kritisierte die törichten Wünsche seiner römischen Mitbürger (wie Reichtum oder Ruhm oder ewiges Leben) und erklärte, man solle die Götter, wenn überhaupt, nur um körperliche und geistige Gesundheit bitten. Es war also keine Feststellung oder Bedingung (“Nur wer fit ist, hat einen klaren Verstand“), sondern ein frommer Wunsch an die Götter. Erst in der Neuzeit wurde der Satz verkürzt und im Sinne von Körperkult und Fitness umgedeutet.
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