Der paraguayische Staat muss hohe Entschädigung bezahlen

Asunción: In einem langwierigen Prozess muss der paraguayische Staats dem Polizisten Alcadio Limpio Dávalos mehr als 600 Millionen Guaranies an Entschädigung bezahlen, für dessen Unrecht er erlitten hat.

1999 wurde Dávalos vom Polizeidienst suspendiert, inhaftiert und stand dann noch unter Hausarrest.

Die Richterkammer, bestehend aus Arnaldo Martínez Prieto, Arnaldo Martínez Simón und Olga Talavera hob das Urteil vom 17. September 2004 teilweise auf und wies eine Klage vom Richter Miguel Ángel Rodas ab.

Die Kammer stellte fest, dass der paraguayische Staat Dávalos 213.050.000 Guaranies, zuzüglich Zinsen von 1,79%, seit Beginn der ersten Verhandlung im Jahre 2009, bezahlen muss. Insgesamt beträgt die Summe 624,918 Millionen Gs.

„Es lässt sich der Schluss ziehen, dass sich die Klage direkt gegen den paraguayischen Staat richtet, da der Schadenersatz, den der Kläger verlangt, durch eine rechtswidrige Handlung seiner Bevollmächtigten (Erlass vorsorglicher Sicherungsverwahrung durch Richter während eines Strafverfahrens, das mit einem Freispruch des Angeklagten endete) erfolgte“, erklärte Simón.

Dávalos wurde in der Nacht vom 26. März 1999 mit anderen Personen verhaftet, die man als eine der angeblichen Scharfschützen beschuldigte, weil sie auf junge Menschen schossen, die auf dem Platz vor dem Kongress demonstrierten.

Am nächsten Tag kam Dávalos in das Hochsicherheitsgefängnis der Spezialtruppe der Nationalpolizei “Agrupación Especializada“, dort wurden früher unter Alfredo Stroessner politische Gefangene während der Diktatur gefoltert, ermordet und begraben. Dávalos blieb hier ein Jahr, 11 Monate und sieben Tage inhaftiert, danach stand er drei Monate unter Hausarrest. Am Ende des Gerichtsprozesses wurde der Polizist aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

Ursprünglich belief sich die Klage von Dávalos auf über sechs Milliarden Gs., die vom Rechtsanwalt Juan Francisco Valdez eingereicht wurde.

Wochenblatt / ABC Color

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