Der verschwundene “Schatz“

Am 15. August 1928 wurde umfangreiche Arbeiten vor dem Präsidentenpalast in den Straßen von El Paraguayo Independiente und Presidente José P. Guggiari durchgeführt. Zum Einsatz kam europäisches Kopfsteinpflaster.

Eigentlich ein historisches Erbe, denn es erzählt die Geschichte von Paraguay und ist auch auf vielen historischen Bildern zu sehen. 1989 wurden die angeblich einfach mit Asphalt überzogen. Keiner weiß bis heute was mit den Steinen passierte. Sie sollen mit Schiffen aus Europa gekommen sein. Einige Aufzeichnungen sprechen von Schweden, andere bringen auch Frankreich ins Gespräch.

Über Jahrzehnte war das Kopfsteinpflaster bei Paraden zu Ehren von der Stadt Asunción oder anderen nationalen Feiertagen präsent. Schon 1974 wechselte ein Bauunternehmen die Steine aus mit dem Argument diese seien billiger und langlebiger. Wie es aber meistens bei solchen Aussagen ist kommt leider nichts Besseres nach.

1989 dann, fing der damalige Bürgermeister von Asunción, José Luis Alder, mit umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in der Hauptstadt. Asphalt kam zum Einsatz. Andere Legenden berichten, Lino Oviedo wollte das Kopfsteinpflaster beseitigen, weil die Pferde darauf ausrutschten.

Mehrere Bürger haben die Entfernung der Granitsteine zu der Zeit kritisiert, denn es sei eigentlich ein kolonialer “Schatz“ und beschreibe die Vergangenheit in Paraguay. Der Bürgermeister Alder sagte damals, die Pflastersteine seien entfernt worden und dann erst asphaltiert. Zumindest wurde durch Aufnahmen mit Kameras im Palacio de López bewiesen, dass in mehreren Bereichen immer noch das alte Kopfsteinpflaster vorhanden ist.

Quelle: ABC Color

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