Die Angst vor Zensur geht um

Ciudad del Este: Nachdem dem Abgeordneten Jorge Brítez sein Facebook Konto gesperrt wurde, weil er Covid-19 Informationen publizierte, die nicht den Standards entsprechen, will dieser nun mit einem neuen Gesetzesentwurf soziale Netzwerke mit Bußgeldern belegen.

Täter, Opfer und zugleich eine legislative Lösung parat, so sieht sich Jorge Britez, dem es gefällt polemische Sachen in die Wege zu leiten. Vor kurzem publizierte er auf seinem Facebook Konto ein Gesetzesentwurf einbringen zu wollen, der eine alternative Behandlungsmethode gegen Covid-19 zulässt und zwar mit Chlordioxid. Nur Minuten später wurde seine Veröffentlichung wegen dem Verstoß der Gemeinschaftsstandards gelöscht und sein Konto wurde für 30 Tage blockiert.

Da Britez dies als Angriff auf sich selbst wahrnimmt anstatt zur Kenntnis zu nehmen, dass Telegram ihm mehr Redefreiheit eingeräumt hätte, will er nun gegen soziale Netzwerke vorgehen und diese bei Aktion wie der Blockade oder dem Löschen von Publizierungen mit Bußgeldern belegen.

„Ich werde das Facebook-Büro besuchen, um sie zu vernichten“, betonte er und bestätigte auch, dass er die internationalen Gesetze analysieren wird, die in der Welt angewendet werden, um soziale Netzwerke zu bestrafen, die ihre Benutzer zensieren. „Nächste Woche werde ich mein Gesetzesprojekt präsentieren“, stellte Britez klar.

Bedenken wegen Zensur

Seit mehreren Monaten haben öffentliche Institutionen und Nichtregierungsorganisationen Bedenken über die Sperrung von Konten auf Facebook und Twitter geäußert. Víctor Martínez, Mitglied des Vorstands von Conatel, hatte darauf hingewiesen, dass Unternehmen wie Twitter, Facebook oder Instagram Handlungen vornehmen, die die Meinungsfreiheit oder andere verfassungsrechtliche Grundrechte verletzen und in Paraguay per Gerichtsbeschluss aufgehoben werden können.

Wochenblatt / Abc Color

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6 Kommentare zu “Die Angst vor Zensur geht um

  1. Das ist doch mal eine gute Nachricht, auch wenn die Erfolgsaussichten meiner Meinung nach, gering sind.

  2. Weiß der Herr nicht das Chlordioxit in Paraguay verboten ist? https://wochenblatt.cc/gesundheitsministerium-verbietet-wundermittel/ Reine Energieverschwendung was er da macht.

  3. hat nicht schon der Ex-Präsident Trump versucht gegen Twitter und Facebook vorzugehen?
    Nun, Jorge Britez wird es sicher schaffen.
    Ich denke eher, er sollte froh sein, wenn Facebook ihn nicht verhaften lässt …

  4. Wenn Facebook doch aber Hausrecht hat, wieso sollten sie dafür bestraft werden, wenn sie davon gebrauch machen?
    Ich kenne einen Fall, wo ein Leberknödelrezept gelöscht und der Beitragsersteller blockiert wurde. Da kann man nur den Kopf schütteln, aber Facebook ist nun einmal eine private Website, also dürfen sie doch auch entscheiden, was veröffentlicht wird und was nicht. Es gibt ja auch noch weitere soziale Netzwerke, die auch sicher schneller wachsen würden, wenn diejenigen, die Facebook nicht mehr nutzen wollen, auch endlich mal wechseln würden.

  5. Allah sei mit dir

    wo gibt es denn keine Zensur? Die gibt es überall und in jedem Land. Bestenfalls nennen sie das dann „Hausrecht“ und löschen deinen Artikel.

    1. Laut Grundgesetz gibt es keine Zensur. Gibt es Länder, die eine Verfassung haben, in denen Zensur vorgegeben ist?
      Ist es nicht das Problem, das man diese Zensur inzwischen als so normal empfindet, das es keinen mehr stört ?
      Da kann mal wohl nichts machen ?! 60% der deutschen wollen eine Verschärfung der Coronamaßnahmen – fast 100 % der DDR Bürger wollten Honnecker und seine Politbande. Knapp 110 % der Bürger halten Impfverweigerer für asozial (kommt noch !) Experten haben das herausgefunden und Umfragen haben das ergeben. Niemanden stellen sich Fragen ?