Die Bioozeanische Brücke verbindet nun Paraguay und Brasilien über den Rio Paraguay miteinander

Carmelo Peralta: Die Verbindung zwischen Carmelo Peralta und Puerto Murtinho wurde mit dem Zusammenschluss der beiden Enden der Bauwerkstruktur fertiggestellt. Die 1.294 Meter lange Brücke stellt einen der wichtigsten Meilensteine des Bioozeanischen Korridors dar und soll die regionale Anbindung und den Handel stärken.

Die Bioozeanische Brücke erreichte einen der am meisten erwarteten Momente ihrer Bauphase: die physische Verbindung ihrer beiden Enden über den Rio Paraguay, die die Städte Carmelo Peralta (im paraguayischen Departamento Alto Paraguay) und Puerto Murtinho (im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul) endgültig miteinander verbindet. Der Abschluss der Struktur wurde in der Nacht zum Mittwoch mit dem Gießen des letzten Betonabschnitts erreicht, der die beiden Ufer voneinander trennte.
Das Bauwerk hat eine Gesamtlänge von 1.294 Metern und umfasst einen 632 Meter langen Schrägseilabschnitt mit einer Mittelspannweite von 350 Metern. Diese Konstruktion wurde so konzipiert, dass die Schiffbarkeit des Paraguay-Flusses gewährleistet bleibt und große Schiffe passieren können – ohne den Schiffsverkehr zu beeinträchtigen.

Obwohl die physische Verbindung bereits abgeschlossen ist, durchläuft das Projekt noch die abschließende Phase der Ausbauarbeiten, Ausstattung und Prüfungen, bevor es für den Fahrzeugverkehr freigegeben werden kann.

Die Brücke ist Teil des Bioozeanischen Verkehrskorridors, eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte Paraguays, um sich als logistischer Knotenpunkt der Region zu etablieren. Der Korridor wird den Zentralwesten Brasiliens mit den Häfen im Norden Chiles verbinden und dabei durch den paraguayischen Chaco verlaufen – Ziel ist es, Transportzeiten und -kosten für den internationalen Handel zu senken.

Die neue internationale Verbindung bietet zudem Entwicklungschancen für das Departamento Alto Paraguay: Sie erleichtert den Personen- und Warenverkehr, zieht Investitionen an und stärkt Bereiche wie Handel, Tourismus und Dienstleistungen in einer Region, die historisch unter schlechter Anbindung litt.

Die Vollendung der physischen Verbindung der Brücke ist damit ein Meilenstein der regionalen Ingenieurskunst und ein entscheidender Schritt für die Inbetriebnahme einer Infrastruktur, die die Logistik im paraguayischen Chaco verändern und die Integration zwischen Paraguay, Brasilien und allen weiteren Ländern des Bioozeanischen Korridors vertiefen soll.

Wochenblatt / El Nacional

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