Die elektronische Fuß- und Handfessel in Paraguay

Asunción: Auch Paraguay geht neue Wege im Strafvollzug. Die elektronische Fuß- und Handfessel soll zum Einsatz kommen.

In einem Jahr könnte die Einführung des neuen Systems stattfinden. Das Finanzministerium muss noch die entsprechenden Gelder dafür genehmigen. In der Zwischenzeit wird die Regulierung und Umsetzung des neuen Überwachungssystems von dem Obersten Gerichtshof ausgearbeitet.

Die Fuß- oder Handfessel soll bei gewöhnlichen Kriminellen zum Einsatz kommen, deren Strafe bis zu fünf Jahren Gefängnis beträgt. Sie können dann von einem Hausarrest profitieren.

Des Weiteren will man die neue Maßnahme einsetzen, wenn Straftäter Ausgang am Wochenende oder einen temporären Freigang erhalten um sie so sicher überwachen zu können.

Éber Ovelar, Colorado Abgeordneter aus Caaguazú, ist einer der Initiatoren von dem Gesetzentwurf. „Es gibt natürlich Fälle bei denen die Fesseln außer Betracht kommen. Der Hausarrest muss mit dem neuen System genau kontrolliert werden um weitere Verbrechen auszuschließen“, sagte er.

Wer schon einmal wegen einer Straftat verurteilt wurde und mehr als fünf Jahre Haft erhielt wird von der neuen Maßnahme nicht profitieren auch wenn er kein weiteres schwerwiegendes Verbrechen ausführte, wie zum Beispiel Ladendiebstahl oder Betrug.

Jedoch im Sektor häuslicher oder familiärer Gewalt soll das neue System verstärkt Einzug erhalten. So kann man ausschließen, dass das Verbot der Annäherung umgangen wird wenn eine konsequente Überwachung erfolgt. Ein weiterer Sektor für die Maßnahme ist bei der Hinterlegung von Kautionen angedacht. Dabei kann man den Begünstigten ebenfalls geographisch genau kontrollieren und jede Art von Anomalie melden.

Wochenblatt / Ultima Hora

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4 Kommentare zu “Die elektronische Fuß- und Handfessel in Paraguay

  1. So zuverlässig ist die Fuß und Hand fessel auch nicht! Damit haben sich schon einige Selbstständig gemacht!

    1. Mit den Fliegen von den ist so eine Sache bei den gewesen! Der hat angekündigt,Griechenland Richtung Türkei.Da haben einige Beamte bewusst scheiße gemacht!Einer weniger auf den sie aufpassen müssen. So spart man sich auch etwas Arbeit.
      Was fort ist ist halt fort!