Asunción: Nicht nur Straßen in schlechtem Zustand oder Müll quälen den Bürger, der Asunción besucht oder sogar nur die Hauptstadt des Landes durchquert. Jeden Tag werden viele von denen, die mit ihren Fahrzeugen nach Asunción kommen, durch eine “Autowäsche“ erpresst.
Man muss aber fairerweise sagen, dass viele Autofahrer Komplizen dieser Leute sind, die einen “Service“ erbringen, für den normalerweise nichts verlangt wird, indem sie mit ihnen zusammenarbeiten, um jeden Tag einen sicheren Parkplatz zu haben. Es sei jedoch auch darauf hingewiesen werden, dass die große Mehrheit keine andere Wahl hat, als der Erpressung nachzugeben.
In den Ferien, an Feiertagen oder Wochenenden, in denen viele Menschen das Zentrum von Asunción aufsuchen, steigt der Preis für die “Dienstleistung“ beträchtlich an und liegt dann bei 30.000 Guaranies.
An solchen Tagen eroberte eine “Armee“ von “Autowäschern und Aufpassern“ zu früher Stunde das Zentrum in Asunción und dehnt sogar ihr Territorium auf Straßen aus, auf denen in normalen Tagen nichts von ihnen zu sehen ist.
In einigen Bereichen werden diese “Parkwächter“ als “absolute Eigentümer“ der Straßenblöcke dargestellt, wo der “Manager“ des Sektors anscheinend der Ansicht ist, dass sie die Privilegien haben, auszuwählen, wer an Orten parken darf oder nicht, an denen dies erlaubt ist.
Eine dieser Situationen ist im Video zu sehen. Eine Autofahrerin fand einen freien Parkplatz auf der Straße Iturbe, als der “Aufpasser“ sie auffordert, diesen zu verlassen, weil er dort ein anderes Fahrzeug waschen muss, mit dem er gerade unterwegs war. Streiten hilft in so einem Fall wenig und die Frau parkt schließlich aus, jedoch nicht ohne den “Parkwächter“ zu beschimpfen.
Diese Art von Ereignissen und andere finden täglich in einem großen Teil von Asunción und anderen Städten statt. Trotz des Unbehagens und der Beschwerden vieler Bürger nimmt der “Dienst“ zu und in den seltensten Fällen werden Fälle von Erpressung und Gewalt offiziell den Behörden gemeldet.
Wochenblatt / ABC Color











Dreiäugige Himbeere mit Engelshaar
Keine Polizei vorhanden, die die Sicherheit von Autos gewährleisten? Ja, dann wundern mich die Zustände in Bananastani eher weniger.
Christian2005
Bin sehr froh nich im Moloch asucion zu wohnen, auf dem Campo ist es doch viel friedlicher.
Philipp
Es hat sich regelrecht eine Autoaufpasser-Mafia in Asuncions Strassen entwickelt. Und von Seiten der Politik ist man überhaupt nicht irgendwie bestrebt, diese Plage zu bekämpfen.
Warum die Leute das auf sich nehmen ist mir ein Rätsel, ich selbst bin niemals mit dem Auto ins Stadtzentrum von Asuncion gefahren – aufgrund der chaotischen Verkehrssituation und eben diesen kriminellen Typen, die ich auf keinen Fall unterstützen möchte.
Das Problem ist aber, dass in der Rushhour die öffentlichen Verkehrsmittel vollgestopft sind, Abhilfe sollte ja der MEtrobus schaffen. Aber was daraus geworden ist, wissen wir alle.