Die Flucht der Händler aus dem Zentrum von Asunción

Asunción: Im Bereich des historischen Zentrums der Hauptstadt von Paraguay ist die kommerzielle Aktivität auf dem Rückzug. In den Schaufenstern der ehemals belebten Calle Palma prangen jetzt viele Schilder mit der Aufschrift “zu vermieten“.

Im Mikrozentrum von Asuncion gibt es immer weniger Ladengeschäfte. Die meisten sind geschlossen und man sieht viele Schilder mit der Aufschrift “zu vermieten“.

Kleine Kaufleute, die immer noch in der Gegend sind, kritisieren die städtische Verwaltung, die Unsicherheit und die Wirtschaftskrise, die zwei Jahre Pandemie hinterlassen hat.

„Wir sind total verlassen worden. Ich glaube, dass die Kommune der Übeltäter ist. Viele Geschäfte sind aufgrund der wirtschaftlichen Lage und des Mangels an Menschen im Zentrum geschlossen“, sagte ein Händler in der Gegend.

Er fügte hinzu, dass die Menschen lieber in Einkaufszentren gehen, weil sie dort im Gegensatz zur Innenstadt von Asunción über Parkplätze und Sicherheit verfügen. Selbst McDonalds schloss Ende letzten Monats seine Filiale auf der Palma. Auch hier soll die Miete sehr hoch gewesen sein.

„Die Menschen, die hierherkommen, werden verfolgt“, sagte der Händler und spielte damit auf die Nötigung durch die Autoaufpasser und die Kriminellen selbst an.

Die Zeitung Última Hora berichtete, dass der Prozentsatz der rückständigen Grundsteuern im Zentrum von Asunción 55 % betragen soll.

Wochenblatt / NPY / Twitter

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2 Kommentare zu “Die Flucht der Händler aus dem Zentrum von Asunción

  1. DerEulenspiegel

    Es wird Zeit, daß die Vermieter endlich Vernunft annehmen und ihre oftmals unverschämt hohen und maßlosen Mietforderungen den Realtiäten anpassen. Aber das ist wie bei den Grundstücks- und Immobilienpreisen: Preisforderungen von jenseits des Verstandes! Und wenn man als Politiker zusieht, wie überall „Einkaufstempel“ entstehen, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Innenstädte aussterben, veröden und zerfallen. Doch das ist wie mit dem berühmten „Münchner im Himmel“. Der wurde ausgesandt, der Münchner Stadtverwaltung Einsicht und Verstand von Gott zu übermittel, Da er aber nie in München ankam, warten die Müncher bis heute auf die „göttlichen Eingebungen“ – so auch in Asuncion. Nun beklagen sich sowohl der Handel, wie auch die Vermieter und die Politiker sowieso über ihre eigene Dummheit und Unvernuft.

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