Die Preise im Juni sind leicht gesunken, aber die kumulierte Inflation ist besorgniserregende

Asunción: Die am Verbraucherpreisindex (VPI) gemessene Juni-Inflation betrug im Juni -0,4 %. Mit diesem Wert beträgt die aktuelle Inflation für das Jahr 2,8 % und die aktuelle Inflation 4,5 %, laut dem Bericht von der Zentralbank von Paraguay (BCP). Das hört sich alles schön an, aber man muss die Zahlen genauer ansehen.

Mittlerweile erreicht nämlich die kumulierte Inflationsrate bei den Lebensmitteln bereits 5,4 % und ist damit schnell doppelt so hoch wie der Gesamtindex, während die Jahresrate mit 9 % die höchste unter den anderen Gruppen ist. Es ist eine Reaktion auf einen großen Teil des Preisanstiegs bei verderblichen Lebensmitteln.

In diesem Fall liegt die Inflation bei Obst und Gemüse bei 16,8 %, im aktuellen Halbjahr beträgt die Jahresrate 33,9 %.

Einerseits kommen die hohen Preise für Obst und Gemüse den Erzeugern zugute, infolge der Kontrolle des Schmuggels stiegen die Einnahmen teilweise um bis zu 500 %. Andererseits wirkt sich der Preisanstieg negativ auf die Kaufkraft der Verbraucher aus. Und dies merkt vor allem die Mittelschicht, die immer weniger für ihr Geld kaufen kann, vor allem Grundnahrungsmittel. Zudem dürften die Preise weiter steigen aufgrund der Anpassung des Mindestlohns.

Deflation (oder negative Inflation) ist das Gegenphänomen zur Inflation, das heißt ein allgemeiner und kontinuierlicher Preisverfall in der Wirtschaft, und obwohl es den Anschein hat, dass ein Preisverfall etwas Positives ist, hat die Deflation in Wirklichkeit schädliche Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv

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4 Kommentare zu “Die Preise im Juni sind leicht gesunken, aber die kumulierte Inflation ist besorgniserregende

  1. Da die Geldmenge sich stets massiv erhöht , sowohl durch Lohnerhoehungen als auch durch frei erfundenes Giralgeld muss die Inflation massiv steigen.

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  2. Wo bitte sind die Preise gesunken? was wurde billiger? Habe ich was verpasst? Ich merke bei jedem Einkauf dass es teurer wird.

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  3. Ich konnte auch keine gesunkenen Preise entdecken.
    Von Woche zu Woche steigen sie immer weiter an.
    .
    Und es ist eine fette Lüge, daß die Erzeuger von den gestiegenen Preisen profitieren.
    Die werden immer noch mit einem Nasenwasser abgefunden.
    Die Einzigen, deren Gewinne immer höher werden, sind die Zwischenhändler.
    Und auch die Supermarktbesitzer sind immer noch genauso gierig wie zuvor.
    .
    Aber anscheinend bekommen sie das inzwischen zu spüren.
    Die Märkte sind leer.
    Egal an welchem Wochentag, egal zu welcher Uhrzeit.
    Die Menschen haben kein Geld mehr zum Ausgeben, wovon also sollen sie diese irrsinnig hohen Preise bezahlen?

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  4. Jedenfalls ist es keine Lohn/ Preisspirale wie immer zu lesen, zu hören etc. Die Preise werden einfach erhöht bis es wirklich nicht mehr geht und bis der Lohn erhöht wird sind sie schon wieder gestiegen. Selbst wenn der Lohn halbiert wird, ändert sich nichts.