Kolonie Sudetia: Wieder einmal zeigte sich die beispiellose Solidarität der Paraguayer wenn jemand in Not geraten ist. Schnell und unbürokratisch wird eine Wohltätigkeitsaktion umgesetzt.
Das beeindruckendes Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts zeigte die nationale Wasserkommission der Kolonie Sudetia im Departement Guairá im gestrigen Samstag.
Um ihre Kollegin, die kürzlich eine schwierige Operation am Bein über sich hat ergehen lassen müssen, zu unterstützen, organisierte die Kommission eine traditionelle paraguayische Polllada.
Eine Polllada ist ein gemeinschaftliches Essen, bei dem typische Gerichte wie Hähnchen, Mandioca sowie verschiedene Salate zubereitet und dann verkauft werden. Solche Veranstaltungen sind in Paraguay tief in der Kultur verwurzelt und dienen oft dazu, in schwierigen Zeiten zusammenzustehen.
Die Mitglieder der Wasserkommission zeigten sich überwältigt von der großen Resonanz auf ihre Initiative. Neben dem Erlös aus den verkauften Essen gab es auch zahlreiche Spenden, die dazu beitragen sollen, die Genesung der erkrankten Mitarbeiterin zu unterstützen.
„Diese Polllada ist mehr als nur ein gemeinsames Essen. Sie ist ein Ausdruck der tiefen Verbundenheit, die uns als Team verbindet“, so ein Sprecher der Kommission. „Wir möchten unsere erkrankte Kollegin zeigen, dass wir in dieser schweren Zeit für sie da sind und ihr eine schnelle Genesung wünschen“, fügte er an.
Noch dazu war der Preis für einen Hähnchenschenkel mit Reissalat und Mandioca sehr günstig. 10.000 Guaranies musste man bezahlen.
Die Aktion der Wasserkommission ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Solidarität und Gemeinschaftlichkeit in Paraguay gelebt werden. Sie zeigt, dass auch in herausfordernden Zeiten der Zusammenhalt nicht verloren geht und Menschen füreinander da sind.
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