Die Top 10 der Beschäftigungsprobleme des Landes

Asunción: Es gibt eine Reihe von Vorurteilen im Rahmen der Beschäftigung. Ein Hauptproblem ist sicherlich, dass man schon ab 40 als alt gilt und keine Arbeit mehr findet, aber es gibt noch mehr Gründe.

Die Erwerbstätigkeit in Paraguay ist von einer Reihe von Vorurteilen geprägt, die direkt oder indirekt auf Arbeitssuchende oder in einem Unternehmen Beschäftigte einwirken.

Enrique López Arce, Spezialist für den Arbeitsmarktsektor, erläuterte die 10 wichtigsten Beschäftigungsprobleme im Land. Wie er sagte, können die meisten Vorurteile durch ein breites Wissen über das Panorama verbessert werden.

An erster Stelle steht das Vorurteil, Menschen über 40 Jahren keine Beschäftigungsmöglichkeiten zu geben. Daraus folgt, dass Mütter, die den Haushalt unter sich hatten, außen vor bleiben.

Das dritte Problem hat mit dem ersten Job aufgrund mangelnder Erfahrung zu tun.

An vierter Stelle steht der Mangel an Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen.

Der fünfte Nachteil ist, dass Unternehmen Menschen vernachlässigen, die weit entfernt vom Arbeitsplatz wohnen.

An sechster Stelle werden Arbeitsinformalität und Arbeitsausbeutung genannt.

An siebter Stelle steht der Mangel an öffentlichen Verkehrsmitteln in der Nacht, ein Problem, das viele Arbeitnehmer betrifft.

Der achte Grund für Kündigungen und Beschwerden sind die unangemessenen Lohnzahlungen und ungerechte Abzüge bei den Unternehmen.

Im neunten Punkt zitiert Arce die Zunahme von Belästigungen am Arbeitsplatz angesichts der Wirtschaftskrise.

Und schließlich erwähnt er an zehnter Stelle den Mangel an Ausbildung in der Pädagogik.

„Indem wir sie auf den Tisch legen und darüber sprechen, werden wir die überwiegende Mehrheit dieser Vorurteile verbessern, die immer so gemacht wurden, aber wenn es um Argumente geht, gibt es keine Rechtfertigung“, erklärte Arce abschließend.

Wochenblatt / Hoy

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2 Kommentare zu “Die Top 10 der Beschäftigungsprobleme des Landes

  1. Das allergrösste Problem dürfte wohl dieses sein:
    Der/die Angestellte belügt, betrügt und bestiehlt den Arbeitgeber.
    Trotz Beweise wird man ihn/sie nur mit einer fetten Abfindung wieder los.
    Und selbst dann muss man mit Repressalien der Familie rechnen.
    Das kann vom Abfackeln der Felder oder des Hauses bis zu Körperverletzung und Mord gehen.
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    Dazu kommt:
    Sobald ein/e Angestellte/r 10 Jahre lang beim gleichen Arbeitgeber gearbeitet hat, kann er/sie gar nicht mehr entlassen werden. Deshalb werfen die meisten Unternehmen sie nach 9,5 Jahren raus.
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    Auch in Europa stellen die Unternehmer lieber billige junge Leute ein.
    Da ist es egal, ob die Berufserfahrung haben oder nicht.
    Hauptsache billig.
    Die erfahrenen, älteren Fachkräft bleiben außen vor.
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    Jedes Jahr steigt der Mindestlohn.
    Auch da wird nicht gekleckert, sondern geklotzt.
    Wie kann der Arbeitgeber diese Kosten reduzieren?
    Genau!
    Er entlässt dann regelmässig einen Teil der Belegschaft.
    Denn die anderen Kosten können nicht reduziert werden.
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    Das schulische Niveau sinkt – weltweit – genauso wie die Leistungsbereitschaft der Arbeitnehmer.
    Sie wollen einen Spitzenlohn und möglichst wenig dafür tun. Am liebsten gar nichst.
    Viele von ihnen sind funktionale Analphabeten, aber ein Job im Management soll es schon sein.
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    Und da wundern die sich, daß niemand mehr jemanden einstellen will!

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