Digitale Entgiftung im Klassenzimmer: Der Plan für konzentriertere und glücklichere Schüler

Asunción: Miguel Gaspar, Experte für Cybersicherheit und Aktivist gegen die Handynutzung in Schulen, hat seine Kampagne zur Verbannung dieser Geräte aus den Klassenzimmern intensiviert. In Erklärungen gegenüber der Presse betonte Gaspar, dass Smartphones ein für Erwachsene konzipiertes Geschäftsmodell seien, nicht für Kinder.

Sie würden Sucht erzeugen, kognitive Schäden verursachen und stellten ein Problem für die öffentliche Gesundheit dar. Dieser Aufruf erfolgt in einem globalen Kontext, in dem Regierungen verschiedenster Ideologien bei Bildungsbeschränkungen übereinstimmen – vorangetrieben durch Belege aus der Zeit nach der Pandemie über die negativen Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung.

Gaspar argumentiert, dass die Hyperkonnektivität Minderjährige Risiken wie Cybermobbing und dem Verlust sozialer Kompetenzen aussetzt. Er vergleicht dies damit, Kindern das Autofahren oder den Alkoholkonsum zu erlauben. Seiner Meinung nach fungieren Handys wie “Spielautomaten“, die Aufmerksamkeit für kommerzielle Zwecke binden und so die Konzentration sowie die schulische Leistung beeinträchtigen.

Länder wie Finnland haben bereits Verbote in Klassenzimmern eingeführt und berichten von Verbesserungen des mentalen und kognitiven Wohlbefindens der Schüler. Gaspar lobt den finnischen Ansatz, der nicht nur einschränkt, sondern zu einer verantwortungsvollen Nutzung von Technologie erzieht und kritische Fähigkeiten für die Zukunft fördert. Er hebt hervor, dass viele Eltern in solchen Gesetzen psychologische Unterstützung für Familien suchen, die von digitaler Überexposition betroffen sind.

Der Experte kritisiert Fehlwahrnehmungen, wie etwa die Ansicht, dass Mobiltelefone die Bildung während der Pandemie “gerettet“ hätten, und beharrt auf der ausschließlichen Verantwortung der Eltern.

Diese Initiative stellt eine Chance dar, die Rolle der Technologie in der Kindheit neu zu überdenken und gesündere, fokussiertere Bildungsumgebungen zu fördern. Mit breiter Unterstützung könnte sich Paraguay dieser globalen Welle anschließen und die ganzheitliche Entwicklung von Kindern über die unbegrenzte Vernetzung stellen.

Wochenblatt / Megacadena / Beitragsbild Archiv

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