Asunción: Die Patientin verlor nach einem chirurgischen Fehler beide Brüste. Dieselbe Mastologin, die die Voruntersuchungen leitete, führte auch die Operation durch.
Eine Familie hat einen Fall von medizinischer Fahrlässigkeit im Instituto de Previsión Social (IPS) Ingavi gemeldet. Dort amputierten Ärzte einer Krebspatientin die falsche Brust. Dieser fatale Fehler machte einen zweiten Eingriff unumgänglich, wodurch die Frau letztlich beide Brüste verlor.
„Meiner Mutter sollte wegen einer Krebserkrankung die rechte Brust entfernt werden. Sie kam aus dem OP und wir waren alle erleichtert. Doch im Krankenzimmer sagte uns meine Mutter selbst, dass sie falsch operiert wurde. Sie musste erneut unters Messer und hat nun keine Brüste mehr“, berichtete Natalia Benítez, die Tochter der Patientin.
Die Klägerin kritisierte scharf, dass die Krankenakte offenbar ignoriert wurde: „Sie haben nie in die Unterlagen geschaut. Hätten sie das getan, wäre das nicht passiert. Die Ärztin, die sie während der gesamten Behandlung betreute, war dieselbe Mastologin, die sie operierte – sie kannte meine Mutter also persönlich.“
Besonders tragisch: Die Patientin selbst bemerkte den Fehler nach dem Erwachen aus der Narkose. Die Familie kündigte rechtliche Schritte gegen das IPS wegen schwerer Fahrlässigkeit an.
Wochenblatt / Radio Monumental / Beitragsbild Archiv















