Doppeltes Unrecht: Bein verloren, Justiz versagt?

Villarrica: Die Geschichte von Hugo Modesto Báez ist eine Geschichte von Schmerz, Verlust und dem verzweifelten Streben nach Gerechtigkeit. Nachdem er sein Bein verlor, fühlt er sich nun von der Justiz im Stich gelassen.

Angehörige von Báez, der am 19. August 2023 einen schweren Verkehrsunfall erlitt, prangern Unregelmäßigkeiten bei der Staatsanwaltschaft an. Diese behaupteten angeblich, Anwälte und Staatsanwälte hätten sich zugunsten des Verantwortlichen für den Verkehrsunfall verschworen, der das Opfer nach dem Verlust eines Beines dauerhaft behindert zurückließ.

Der Vorfall ereignete sich auf der Route PY08, als Báez mit seinem Motorrad zur Arbeit unterwegs war und ein Autofahrer namens Nelson Ramón Sarubbi Rivas ihn unsachgemäß überholte und rammte. Der Unfallverursacher beging Fahrerflucht und blieb mehrere Wochen verschwunden, bis es der Polizei gelang, ihn zu fassen.

Blanca Báez, die Schwester des Opfers, sagt, sie hätten mit Rivas, dem Verantwortlichen für den Unfall, eine Entschädigungsvereinbarung getroffen. Dieser habe sich auch bereit erklärt, 48 Millionen Guaranies für die Beinprothese und die Kosten der Physiotherapie zu zahlen.

Vor Monaten hätten die Angehörigen des Opfers jedoch, angeblich unter Täuschung, einige Dokumente für ein Rentenverfahren vor dem Nationalen Sekretariat für Rechte von Menschen mit Behinderungen (Senadis) und für den Erwerb der Prothese bei der staatlichen Institution unterzeichnet, was sie jedoch dementieren und die Erfüllung der ursprünglichen Vereinbarung verlangen.

Wochenblatt / Vision Comunicaciones

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