Ein Gefängnis exklusiv für verurteilte Verbrecher

Emboscada: Das Gefängnis von Emboscada, bekannt als „Hochsicherheitsgefängnis“ ist das einzige das derzeit nur für verurteilte Häftlinge genutzt wird.

Die Justizvollzugsanstalt Emboscada befindet sich in der gleichnamigen Stadt in der Provinz Cordillera. Während der Stroessner Diktatur (1954 – 1989) war es ein nahezu unbekannter Ort für politische Gefangene. Nach dem Ende dieser Ära wurde es zum Hochsicherheitsgefängnis umgebaut.

Die Maximalbelegung liegt bei 800 Personen obwohl derzeit nur 140 Personen darin untergebracht sind. Die Haftanstalt kann wegen fehlender Küche, Wärtern und Psychologen nicht voll genutzt werden, erklärte die Richterin Ana María Llanes der Tageszeitung Abc Color.

Wie jedoch nach der Zerstückelung eines Insassen in Tacumbú bekannt wurde, sollen umgehend 500 verurteilte Verbrecher nach Emboscada gebracht werden. Somit könnte die Anstalt eine große Hilfe werden um die Überbelegung in Tacumbú zu reduzieren. Ebenso kann Emboscada sein Teil dazu tun, dass Gefangene nach ihrer Strafe wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden können.

Nur 200 Meter neben dem Gefängnis befindet sich ein neuer Teil, der bis dato noch nicht eingeweiht werden konnte da viele schwierige Teile noch nicht fertiggestellt sind.

Dieser neue Teil kann noch nicht genutzt werden da die Mindestanforderungen für Insassen noch nicht gegeben sind.

Das größte Gefängnis des Landes befindet sich in Asunción und bekam den Namen von dem Stadtteil wo es errichtet wurde, Tacumbú. Weitere Regionalgefängnisse funktionieren in Concepción, Ciudad del Este, Pedro Juan Caballero, Coronel Oviedo, Encarnación und anderen Städten.

(Wochenblatt / Abc)

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