Ein Helm schützt wohl kaum

Asunción: Motorradfahrer sollen Schutzkleidung tragen. Damit werden Unfallfolgen reduziert. Wenn jedoch ein Helm nur als “Pappe“ fungiert hilft die ganze Proklamation wenig.

Keiner von 20 Motorradhelmen, die vom Institut für Technologie, Standardisierung und Metrologie (INTN) geprüft wurden, hätten wirklichen Schutz bei einem Sturz geboten.

Hernán Diaz ist Geschäftsführer der Agentur und besorgt. „Wir haben die Widerstandsfähigkeit einiger Helme überprüft. Das ist einer der neuen Sektoren, die von unserer Behörde in Augenschein genommen wurden“, sagte Diaz.

Dafür ist eigens ein neues Testverfahren von INTN ins Leben gerufen worden. „Wir haben ähnliche Situationen simuliert, wie wenn ein Motorradfahrer mit 40 Kilometer pro Stunde mit seinem Helm auf eine feste Oberfläche, wie Asphalt, prallt. Keiner hielt die Schwelle von 160 G aus“, sagte Diaz.

Nach den Bestimmungen aus den Vereinigten Staaten und Europa liegt die Schwelle bei Hirnverletzungen in dem Bereich von 250 G. Das sei ein Anhaltswert und zugleich für die Hersteller von Helmen eine Art von Normwert.

Laut der ITNT importieren die Motorradhersteller ein großes Volumen an Helmen, die geringe Widerstände aufweisen und den Kunden bei dem Kauf eines Zweirads kostenlos mitgegeben würden.

Andere Anbieter wiederum verlangen eine Menge Geld für den Schutz am Kopf, der aber auch nicht gegeben sei.

70% der Unfallopfer im Hospital de Trauma sind Motorradfahrer. Jedes Jahr gibt es 15.000 bis 20.000 Verkehrsunfälle, 12.000 bis 14.000 davon liegen im Bereich von Motorrädern.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Ein Helm schützt wohl kaum

  1. Ja die koennen noch so gut sein man sollt sie auch tragen aber es wird nicht kontrolliert und zu 5 auf den moped und eventuell hat 1 einen auf und villeicht noch 1 am ellbogen

  2. Da es keine Helme mit eingebauter Klimaanlage zu erwerben gibt fahre ich ohne dafür einfach nur mit 5km/h, da kann ich beim Fahren auch noch mein Facebock-Profil updaten. Dafür sind die zu erwerbenden Helme im El-Pueblo-Spermercado für 80.000 Guaranies (weniger als 20$) die schönsten und preiswertesten Blumentöpfe in meiner Karotten-Zuchtplantage.
    Mal im ernst: Wenn man 300 Euro pro Monat verdient, wer kann sich einen Helm für 350 Euro leisten? Hier in Paraguay kann man billig leben, die Qualität ist es dann ebenso. Will man Euro-Standard, so bezahlt man für die gleiche Ware hierzulande mehr als in Eurolandia.

  3. Und wenn die Bullen anstatt nur abzukassieren die
    Bikes richtig kontrolliert, tausende fahren ohne Licht auch nachts, na dann gäbe es mindestens 50 Prozent weniger Unfälle

  4. Eine Pudelmütze schützt allemal mehr als ein Motorradhelm! Wetten? Geht ein Paraguayer auf eine hohe Brücke und wirft von dort sowohl einen Motorradhelm als auch eine Pudelmütze herunter. Danach stellt er fest, daß der Motorradhelm in tausend Stück zerborsten ist, die Pudelmütze aber unversehrt blieb. Und von nun an fuhr er nur noch mit der Pudelmütze. Alles klar?