El Niño könnte paraguayischen Produzenten helfen

Das Klimaphänomen El Niño ist in aller Munde und es gibt verschiedene Vorhersagen über die Intensität und deren Auswirkungen. Viele globale Modelle besagen, dass Ende 2015 und Anfang 2016 der Höhepunkt erreicht werde, so laut mehreren Meteorologen.

„1997 machte das El Niño Phänomen uns viel zu schaffen, eingestürzte Brücken, zerstörte Straßen, Häuser und weitere Schäden waren zu beklagen. Derzeit sehen wir aber nicht diese Gefahren, wir haben noch über einen Monat bis zum Jahresende, es kann zwar noch viel passieren, aber wahrscheinlich keine Katastrophenfälle“, sagte Aldo Saldivar, leitenden Beamter vom Nationalen Notfallsekretariat.

Mehrere internationale Medien hoben hervor, dass diese Situation den Nahrungsmittelproduzenten helfen könnte, durch eine niedrigere Versorgung und einem damit verbunden Anstieg der Rohstoffpreise. „Es handelt sich um Prognosen, aber es besteht die Möglichkeit, dass Paraguay von den Auswirkungen in Argentinien und Brasilien profitieren könnte. Zurzeit regnet es im Süden von Brasilien sehr viel, das kompliziert die Getreide- und Sojaernte“, sagte Karsten Friedrich, Präsident des Verbandes der Hersteller von Soja in Paraguay.

Gleichzeitig betonte er aber, ein echtes Problem sei es für die Landwirte Zugang zu Krediten oder einer Refinanzierung zu erlangen, im vergangenen Jahr wäre dies kein Problem gewesen, aber 2015 hätten sich die Investitionen verlangsamt und die Produzenten würden sich in Schwierigkeiten befinden. Die Lage sei nicht ermutigend, so ein Sprecher aus der Nationalbank, das reale Wachstum im Kreditportofolio sowie die Beseitigung der Auswirkungen vom Wechselkurs wäre das niedrigste in den letzten Jahren. Hinzu kämen niedrige Preise bei den landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die teilweise zu einer Entmutigung bei der Produktion in dem Sektor führten.

Quelle: La Nación