Erwartungen der Geschäftsleute für 2012 durch Unsicherheit beeinträchtigt

Asunción: Die Geschäftsleute glauben dass die Effekte der Euro Krise sowie der Stagnation der USA die lokale Wirtschaft beeinträchtigen kann. Politische Instabilität und ein Haushaltsplan mit Defizit beunruhigen die Unternehmen ebenso.

Das Jahr 2012 erwacht nicht mit dem großen Enthusiasmus der Geschäftswelt. Man kann es eher als zurückhaltend und vorsichtig bezeichnen. Abwarten wie die Politik sich entwickelt, was der Euro macht und wie die US Wirtschaft vorankommt.

Das Motiv des radikalen Misstrauens ist die schwierige wirtschaftliche Situation, in der sich Europa befindet sowie die langsame Erholung des US Marktes nach der Finanzkrise in 2008, dem größten Desaster nach dem Finanzcrash 1929. Die hohe Staatsschuld der USA unterbindet eine schnelle Erholung der größten Wirtschaft des Planeten.

Ohne Zweifel hat die europäische Krise alle Symptome eines Systems nahe dem Kollaps. Die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung scheinen nur als Wiederholung der ersten Fehler zu stehen ohne klaren und sauberen Schnitt. Die Vereinbarungen der EU Staaten markieren nur einen vorgeschobenen ökonomisch-politischen Zusammenbruch.

In einer globalisierten Welt wäre es töricht zu glauben, dass diese Signale die nationale Wirtschaft nicht beeinflussen. Die geografische Entfernung ist im Finanzsektor keineswegs vorhanden.

Deprimiert von den Volkswirtschaften der EU und USA sucht der internationale Handel Verbindung zu anderen Schwellenländern wie Brasilien, hauptsächlicher Geschäftspartner Paraguays. Sich konzentrierend auf seine Stärken sollte Paraguay weiterhin dass absetzen, was es in großen Mengen hat, Fleisch und Soja.

Wenn weniger exportiert würde, kämen weniger Devisen ins Land was wiederum dazu führt das weniger investiert wird. Darauf folgen eine geringe Steuereinnahmen. Mit weniger Geld in der Staatskasse kann auch nicht der Kampf gegen die Armut fortgesetzt werden. Mehr als zwei Millionen Einwohner Paraguays leben in Armut.

Aus diesen Gründen nehmen Wirtschaftsspezialisten an, dass das Bruttoinlandsprodukt 2012 nur 2 bis 3 % ansteigt.

Klar was diese Situation bedeutet warten paraguayische Geschäftsleute in Ruhe ab. Die Landwirte sind die mit dem größten Risiko. Neben eventuellen Einbrüchen bei der Nachfrage oder sinkenden Marktpreisen kann jederzeit ein Unwetter die ganze Ernte zerstören.

Die Fleischindustrie ist die delikateste von allen. Hier wird allerdings angenommen, dass Paraguay den Markt zurückerobert. Der MKS Ausbruch sorget für große Gewinneinbußen. Das erste Halbjahr 2012 ist somit eine kleine Wiedergutmachung ohne Gewinn für diesen Industriezweig.

Das Jahr 2011 war nicht schlecht für die Wirtschaftsexperten. Das Wachstum betrug 4% nachdem es in 2010 15% stieg. Dementsprechend war keine echte Euphorie in diesem Jahr zu spüren. 2009 wiederum ging die Wirtschaft sogar 3% ins Minus, was auf die Finanzkrise geschoben werden kann.

(Wochenblatt / Última Hora)

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