Asunción: Manche werden mir beim Lesen dieses Textes sagen: „Was soll das, die Fußball-Weltmeisterschaft ist bereits vorbei, Paraguay ist im Laufe des Wettbewerbs ausgeschieden, und wir sollten nicht weiter erwähnen, was zu Ende gegangen ist und wir nicht erfolgreich bis zum Weltmeistertitel fortführen konnten.“ Der Titel ging zum zweiten Mal an Spanien, aber es bleiben mehrere Punkte zu analysieren.
Obwohl seit Paraguays letzten Teilnahme an einer Fußball-WM viel Zeit vergangen war, schließt das Land die Weltmeisterschaft 2026 auf dem 16. Platz ab und reiht sich damit wieder unter den besten Nationalmannschaften der Welt ein. Eine Erkenntnis, die dazu dienen muss, an den richtigen Stellschrauben zu drehen, um Teil der nächsten Fußball-WM zu sein – für die das Land bereits qualifiziert ist, da es zu den Mitorganisatoren gehört. Ein Spiel wird hier ausgetragen und die weiteren in Spanien, Portugal und Marokko.
Laut der FIFA verzeichnete die Albirroja (die rot-weiße Nationalmannschaft) mit dem Erreichen des Achtelfinales, dem Sieg über Deutschland und dem Platzieren vor historischen Fußballmächten wie den Niederlanden und Kroatien ihre beste WM-Leistung seit 16 Jahren. Der paraguayische Fußballverband (APF) verfügt über ausreichende Mittel und Zeit, um Talentsucher in Paraguay auszusenden, um die Talente im “Herzen Südamerikas“ genau zu identifizieren – dieselben Spieler, die Teil der paraguayischen Auswahl werden können, die an Qualität und Wettbewerbsfähigkeit weiter wachsen muss.
Härter und besser arbeiten
Was passiert ist, sollte einen nicht “herunterziehen“, deprimieren oder schlecht fühlen lassen. Vielmehr sollte man diesem Gemütszustand entgegentreten und zeigen, was in den Anfeuerungskampagnen für die Albirroja beworben wurde: Die “Garra Guaraní“ (der Guaraní-Kampfgeist) – die widerstandsfähige Art, nach schweren prägenden Ereignissen wieder aufzustehen. Wie etwa dem Tripel-Allianz-Krieg (1864–1870), der Diktatur von Alfredo Stroessner (1954–1989), dem Bürgerkrieg von 1947 (die Revolution von Concepción), der Tragödie von Ycuá Bolaños (1. August 2004) und für manche auch der jüngsten Weltmeisterschaft – was andere hingegen nicht allzu sehr beunruhigen sollte, da es sich nur um ein Sportturnier handelte, bei dem es natürlicherweise Gewinner und Verlierer geben muss und sich jene Teams und Länder abheben, die den Sieg erringen.
Das Kollektiv zählt: Was man gemeinsam erreichen kann, muss das Leitmotiv auf der Suche nach dem Gemeinwohl sein – nicht nur in der Politik, sondern auch im Sport.
Wochenblatt / El Independiente / Beitragsbild Archiv















