Filmreifer Gold-Raub in Paso Yobái: Bewaffnete Bande flieht nach Verfolgungsjagd in deutsche Kolonie

Paso Yobái: Sechs Personen sind bewaffnet und mit Sturmhauben in die Firma Master Gold eingebrochen und haben die Angestellten in Todesangst versetzt. Die Ganoven kamen in einem weißen Transporter – im Stile eines “Lieferdienstes des Terrors“ – und erbeuteten ein Handy, eine Schrotflinte Kaliber 12 sowie mehrere Säcke Aktivkohle, die für den sogenannten Zyanidlaugungs-Prozess verwendet wird.

Als die Arbeiter die Waffen und die vermummten Gesichter sahen, spielten sie lieber nicht den Rambo und rückten brav alles heraus.

Doch der Film war damit noch nicht zu Ende. Gegen 03:30 Uhr morgens machte der Polizeichef von Guairá, Kommissar José María Martínez Alcaraz, höchstpersönlich zusammen mit seinem Fahrer Jagd auf die Täter und spürte einen verdächtigen Transporter in der Gegend von Potrero del Carmen auf. Da begann eine nächtliche Verfolgungsjagd, die reif für “Fast & Furious“ war.

Als sie in die Nähe von San Gervasio kamen, bemerkten die Kriminellen die Präsenz der Polizei und bogen auf einen Alternativweg ab. Zwei von ihnen stiegen aus dem Fahrzeug und wollten sich mit Waffen zur Wehr setzen, doch als sie die Reaktion der Polizei sahen, flüchteten Hals über Kopf in den dichten Busch, wo sie spurlos verschwanden.

Die Bande ließ den weißen Toyota-Transporter ohne Nummernschild zurück. Im Inneren befanden sich die gestohlenen Säcke mit der Aktivkohle, die somit erfolgreich sichergestellt werden konnten. Mittlerweile läuft eine Großfahndung nach den Tätern im Großraum der Kolonie Independencia.

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