Asunción: Die Dimensionen des Korruptions- und Finanzskandals um die kollabierte ueno bank in Paraguay weiten sich dramatisch aus. Nun hat auch das gigantische binational geführte Wasserkraftwerk Itaipú Binacional offiziell bestätigt, dass es massiv in den Strudel des Bankrotts hineingezogen wurde.
Astronomische Summen eingefroren
Einem offiziellen Kommuniqué des Unternehmens zufolge beliefen sich die Gelder von Itaipú, die zum Stichtag 3.November 2026 bei der unter staatliche Intervention gestellten Bank lagen, auf astronomische:
115,2 Milliarden Guaraníes sowie
163,8 Millionen US-Dollar!
Diese Summen verdeutlichen die gewaltige finanzielle Exposition der Binationalen in dem Institut. Laut den Erklärungen repräsentieren diese Einlagen rund 7,6 % der gesamten Finanzmittel, die zwischen 2024 und 2026 über Brasilien als Stromerlöse nach Paraguay geflossen waren. Darin enthalten sind auch Transferleistungen der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft ANDE sowie interne Kontenverschiebungen.
Die Spur führt in die Ära Peña
Besonders brisant: Itaipú hatte erst im Januar 2025 – mitten in der Amtszeit des mittlerweile gestürzten und festgenommenen Ex-Präsidenten Santiago Peña – begonnen, geschäftliche Beziehungen mit ueno bank zu unterhalten.
Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor bereits aufgedeckt, dass zum Stichtag Ende September 2026 insgesamt rund 3,6 Billionen Guaraníes und 233 Millionen US-Dollar an staatlichen und institutionellen Geldern (darunter neben Itaipú auch vom IPS, Yacyretá, der ANDE und verschiedenen Rentenkassen) in dem Skandalinstitut konzentriert waren.
Itaipú schaltet die Generalstaatsanwaltschaft ein
Obwohl das Unternehmen in seiner Erklärung betonte, dass man die Einlagen streng nach offiziellen Richtlinien,Risikobewertungen (AAAPy oder Aapy) und Vorgaben des Direktoriums auf inländische Banken verteilt habe, zieht man nun juristische Notbremsen.
Angesichts der eingefrorenen Millionen hat Itaipú offiziell bestätigt, rechtliche Schritte bei der Generalstaatsanwaltschaft eingeleitet zu haben, um die Rückführung der öffentlichen Gelder mit allen Mitteln zu erzwingen. Man arbeite eng mit den Kontrollorganen der Zentralbank (BCP) zusammen, um die Forderungen zu sichern.
Zwar beteuert die Leitung von Itaipú, dass der operative Betrieb trotz des verheerenden Ausfalls nicht unmittelbar gefährdet sei, doch der Fall offenbart einmal mehr, wie skrupellos staatliche und binationale Ressourcen in einem intransparenten Finanzgeflecht versenkt wurden.
Wochenblatt / El Nacional














step by step
was ich absolut nicht verstehen kann wieso hat diese bank so eine ausgezeichnete risikobewertung erhalten. das heisst man kann diesem ganzen mist von aaa, aa und so weiter einfach nicht vertrauen. werden solche banken nicht genauestens kontrolliert bevor man sie bewertet???