Finanzministerium will die Schrauben anziehen

Die stellvertretende Ministerin für Steuern, Marta González, glaubt nicht, dass Änderungen am Steuermodell apokalyptische Auswirkungen verursachen, es soll dabei, insgesamt gesehen, fairer für alle Bürger zugehen.

Es dreht sich bei der Debatte in erster Linie darum, Steuervergünstigungen in Höhe von 394 Millionen US Dollar zu beseitigen, vor allem in der Industrie und weiteren Geschäftsbereichen.
Gegenüber der Zeitung Ultima Hora sagte sie, die Studie wird noch geprüft, aber die Position des Finanzministeriums befürwortet eindeutig diese Richtung.

„Zumindest auf kurze Sicht wollen wir Steuererleichterungen und Ausnahmen reduzieren, jeder einzelne Posten wird geprüft“, sagte sie. Schon im März vergangenen Jahres legte der Vorstand ein Dekret vor, bei dem die Steuer für Banken im Kreditsektor von 5 auf 10% erhöht wurde. „Es gab auch hier massive Beschwerden, im Laufe der Monate nahm der Sturm aber ab und es passierte nichts weiter, also denke ich, es wird auch in anderen Bereichen keine Apokalypse eintreten“, betonte González.

„Sieben Millionen Paraguayer zahlen Abgaben in irgendwelchen Bereichen, viele haben aber Privilegien, die nicht gerecht sind“, sagte sie. Die Entscheidung wird dauern, erklärte González weiter, erst müssen alle Ergebnisse ausgewertet sein und dann kann man sehen was noch zu rechtfertigen ist. „Einige Gesetze bestehen schon seit mehr als 20 Jahren, es gibt mehr als 64 Arten von Steuervergünstigungen, das braucht Zeit für eine Analyse“.

Auf die Frage an González bezüglich der hohen Personaldecke im Finanzministerium durch immer neue Mitarbeiter, erwiderte sie, man habe den Personalstamm von 1.500 auf 900 Mitarbeiter reduziert.

Quelle: Ultima Hora

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