Flaute am Bau und in den Kraftwerken: Sekundärer Sektor in Paraguay schwächelt

Asunción: Laut dem Monatsindikator für die wirtschaftliche Aktivität in Paraguay (IMAEP), der von der Zentralbank BCP erhoben wird, verzeichnete der sekundäre Sektor einen Rückgang von 1,4 %. Hauptverantwortlich dafür sind die Sparten Bauwesen und Energieerzeugung.

Allgemeine Entwicklung

Insgesamt verzeichnete die wirtschaftliche Aktivität im Januar ein Wachstum von 0,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat (2025). Dieser Anstieg ist vor allem der Dynamik im Dienstleistungssektor und im Primärsektor zu verdanken. Demgegenüber steht jedoch die negative Entwicklung im sekundären Sektor, der um 1,4 % schrumpfte.

Energie und Bauwesen im Minus

Die Stromerzeugung wies im ersten Monat des Jahres einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr auf. Dies geschah trotz einer positiven Entwicklung bei der Stromverteilung sowie in der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.

Zudem wurde ein geringeres Ausführungstempo bei sowohl öffentlichen als auch privaten Bauprojekten festgestellt, was dazu führte, dass der Bausektor einen Rückgang im Jahresvergleich hinnehmen musste.

Gemischtes Bild im verarbeitenden Gewerbe

Die Industrie (Manufacturas) verzeichnete ein Minus von 0,6 %. Dies lag primär an rückläufigen Zahlen in den Bereichen:

-Fleischproduktion und Öle

-Chemikalien und Textilien (Bekleidung)

-Leder, Schuhe und Metallprodukte

Diesen Verlusten standen positive Entwicklungen in anderen Industriebereichen gegenüber, die den Rückgang teilweise kompensierten, darunter die Produktion von Zucker, Milchprodukten, Mühlen- und Backwaren, Getränken, Tabak sowie Holz- und Papierprodukten.

Aufschwung im Primärsektor

Der Primärsektor konnte ein Plus von 2,5 % verbuchen. Besonders die Landwirtschaft profitierte von höheren Erträgen bei:

-Soja und Maniok

-Zuckerrohr und Bohnen

-Sonnenblumen und Baumwolle

Dieser Zuwachs wurde lediglich durch geringere Mengen bei Mais und Reis etwas gedämpft.

Im Bereich der Viehzucht wirkte sich eine geringere Zahl an Rinderschlachtungen negativ aus. Dies wurde jedoch durch eine höhere Aktivität bei der Schlachtung von Schweinen und Geflügel sowie eine gestiegene Produktion von Rohmilch und Eiern teilweise abgefangen.

Wochenblatt / Hoy / Beitragsbild Archiv

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