Frauengefängnis kommt unter den Hammer

Asunción: Um ein neues Frauengefängnis bauen zu können muss das Grundstück bzw. die bisherige Haftanstalt veräußert werden. Schon 2017 schätzte man das gut gelegene Grundstück auf mindestens 18 Millionen US-Dollar.

Der Plan, die Gefängnisse Tacumbú und Buen Pastor zu schließen, wird als eines der Ziele der Verwaltung des Justizministeriums fortgesetzt, sagte Ministerin Cecilia Pérez in Kontakt mit Radio Monumental.

„Mit dem Buen Pastor sind wir näher dran, denn der Verkaufswert ist ausreichend um ein neues Gefängnis zu bauen“, sagte die Ministerin und fügte hinzu, „dass der Bau eines Frauengefängnisses sich grundsätzlich von einem Männergefängnis unterscheidet und Buen Pastor ein religiöser Rückzugsort war, was für den Ausbau vollkommen ungeeignet ist“.

Sie erklärte weiter, „dass in dieser Art von Gefängnissen auch die Möglichkeit der Unterbringung von Kindern bis zum Alter von vier Jahren bei ihren Müttern zu berücksichtigen sei“.

Der Neubau müsste im Departement Central umgesetzt werden, kann jedoch auch in Emboscada werden, wenn sich nichts Besseres finden sollte. Eine Umsetzung muss jedoch vom Kongress besiegelt werden, da nur er aus einem staatlichen Grund Privatbesitz machen kann.

Aktuell hat die Haftanstalt 300 weibliche Insassen. Die neue Haftanstalt soll Platz für maximal 500 Frauen haben, so die Ministerin im Interview.

Wochenblatt / Monumental

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2 Kommentare zu “Frauengefängnis kommt unter den Hammer

  1. 18 Mio $, für 2 Hektar Land in Asu. Nicht mal Innenstadt. Und das Gefängnis soll man wahrscheinlich auch noch selbst abreißen und entsorgen.
    Oder stellen die sich etwa vor, man könnte ein Gefängnis für etwas anderes gebrauchen?
    Wovon träumen die eigentlich nachts?