Für was stand Efraín Alegre überhaupt?

Asunción: Gehasst und geliebt, gemocht und gemieden, war Alegre wegen seines Unwille zu Verhandeln ein Anführer, auch wenn die Sympathie auf der Strecke geblieben scheint.

Mit 60 Jahren wird Alegre nun wärmstens ans Herz gelegt, den PLRA Parteivorsitz abzugeben, etwas, was er schon vor den Wahlen versprochen hat und machen wird. Soledad Núñez sagte vor zwei Tagen, dass Alegre nicht mehr kandidieren wird.

Ihn beerben werden jedoch Liberale, die aus fremden Taschen bezahlt werden. Diese Unabhängigkeit von Cartes’ Geldbörse war es, was Alegre ausmachte, sich nicht zu prostituieren für jemanden, der über alles und jeden herrschen will. Da den meisten Menschen jedoch Geld lieber ist als Überzeugung oder gar Werte, wenden sich der Großteil dem Geld zu ohne lang zu überlegen. Immerhin geht die Menschen in die Politik, um mit wenig Einsatz lange an der Brust des Staates zu saugen.

Äußerst positiv an den Parlamentswahlen ist, dass neben Blas Llano und seinen Anhängern ein Miguel Cuevas, Juan Dario Monges oder der Ferrer Sohn aus San Lorenzo dem Parlament fern bleiben werden. Wenn Parlamentarier wirklich solche Überflieger wären, wie sie vorgeben, würden sie in der Privatwirtschaft weitaus mehr Geld scheffeln. Doch das leichte Leben ohne Risiko gefällt ihnen mehr, 4,5 Jahre ausruhen und sechs Monate Wahlkampf.

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6 Kommentare zu “Für was stand Efraín Alegre überhaupt?

  1. DerEulenspiegel

    Sie haben den „Nagel auf den Kopf getroffen“. In der hiesigen Politik geht es so gut wie überhaupt nicht um „Werte, Anstand, Moral, Ehre, Verantwortungsbewußtsein“ – es geht stets um die blanke, primitive Macht und um Geld, das man ohne Skrupel aus den Taschen der Bürger nimmt. Aber wie sollte sich das jemals ändern, wenn die ungebildete und naive Masse der Bürger sich das alles gefallen läßt? Es gibt hier kaum gute Vorbilder, zumindest sehe ich keine. Nicht einmal die Kirchen machen „das Maul auf“, so wie das einst Martin Luther formuliert hatte. Und ein intelligenter Oppositionsführer mit Ausstrahlung und scharfer Rhetorik ist weit und breit auch nicht erkennbar. Vielleicht ein paar Dummköpfe die ernsthaft glauben mit Gewalt und Randale könnte man etwas verändern. Nicht einmal die Jugend ist in der Lage sich zu organisieren, weil einfach zu verwöhnt, zu bequem und zu faul. Auch die Presse des Landes taugt nicht viel. Sie sind nur auf Schlagzeilen mit einem Haltbarkeitsdatum von einem Tag fähig. Danach wenden sie sich schon dem nächsten Aufreger zu. Sie bleiben an nichts verbissen dran, so wie das vor ca. 20 Jahren in Deutschland noch üblich war. Es ist eben so: OHNE WERTE; DAFÜR VIEL KORRUPTION; GEHT EIN VOLK AUF DAUER UNTER! Aber die Masse bekommt das wohl ohnehin nicht mit, weil sie glaubt, so wäre das Leben. Sie leben wie die Tiere, einfach in den Tag hinein. Hauptsache man hat etwas zu essen, zu saufen, seinen Sex und sonst seine heilige Ruhe.

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  2. Diese Demokratie feindlichen Maengel bestehen in jedem Land, das sich von den USA ihre Regierungs und Parlaments Strukturen aufzwingen laest. Wer etwas vom US System übernimmt verhindert Demokratie und foerdert diese nicht.

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    1. DerEulenspiegel

      Eine solche Antwort von Ihnen war ja zu erwarten! Fehlt nur noch, daß Sie Putin als „lupenreinen Demokraten“ loben und ihn als Vorbild benennen.

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  3. DerEulenspiegel

    Um die Frage der WB-Redaktion konkret zu beanworten, will ich das versuchen: Niemand wird wissen, für was Alegre stand! Das ist jedoch bei den Colorados auch nicht anders. Es gibt weder konkrete Parteiprogramme, noch gab es ein der Öffentlichkeit bekanntes Programm für die nächsten 5 Jahre für den Fall einer Regierungsübernahme. Es wurden von allen Parteien nur große Plakate aufgehängt mit ihren Charakterköpfen drauf, darunter eine kurze, nichtssagende Botschaft. Im FS und Rundfunk droschen sie alle nur auf einander ein, beleidigten sich und warfen mit nicht beweisbaren, böswilligen Anschuldigungen über die Gegner um sich.Eben ein Wahlkampf von machthungrigen Demagogen für Ahnungslose & Dummköpfe. Doch offensichtlich genügt das dem Volk! So bekommt ein Volk eben immer genau die Regierung, die es verdient – niemand sollte sich also nach der Wahl beschweren. Aber…… ist das in Deutschland anders?

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  4. Wie kommt man darauf, dass Herr Fröhlich Scham hätte ein viertes Mal Zweiter an den Präsidentschaftwahlen werden zu möchten? Könnte ja sein, dass es beim 4. Anlauf klappt.
    Für was stand Efraín Alegre überhaupt? Naja
    – Erstes Mal zweiten Platz an den Wahlen
    – Zweites Mal zweiten Platz an den Wahlen
    – Drittes Mal zweiten Platz an den Wahlen
    Als ehemaliger Mister eines hiesig Mysteriums für Evaluation und Ausführung von Straßenlöchern wurden Unregelmäßigkeiten von 240 Millionen US-Dollar festgestellt und am hiesig edukativen Basura-TV heftig diskutiert und, ne, kein und, und streichen, sonst nix.
    Die Amigos der Wahlbehörde, wo man nur auf persönliche Empfehlung der Parteiführungen vorgeschlagen und nei kommt, die sind sich schon 4,5 Jahre am Ausruhen. Bei vollem Zahltag. Die ganz Fleißigen gehen aber aufgrund Langeweile 4,5 Jahre noch einem Zweitjob nach.
    Seien also auch Sie in fünf Jahren auf diesem Kanal wieder dabei, wenn es heißt: „Herr Fröhlich will Präsident des Paragauys werden. Wer hätte das gedacht?“. Okay, den kennen Sie dann langsam und wird Sie auch nicht mehr vom Hocker hauen.
    Persönlich gehe ich jetzt nicht davon aus, dass die hier bis dahin schon einen andren finden werden, der ein Streichhölzl richtig herum halten kann. Demnach wird uns wohl in fünf Jahren auch nix mehr vom Hocker hauen.

  5. Für was stand Alegre?
    Wofür sehen Politiker im Allgemeinen?
    Sie stehen für ein sorgenfreies Leben ohne Arbeit auf Kosten der Steuerzahler.
    Sie stehen für bodenlos tiefe Taschen, in denen Unmengen an Steuergeldern verschwinden.
    Sie stehen für Amoral, Diebstahl, Veruntreuung und vor allem für abgrundtiefe Verachtung dem Bürger gegenüber, der mit seinem Fleiss und seiner harten Arbeit ihm alle diese Beneficios ermöglicht.