Gebührenerhöhung führt zu informeller Beschäftigung

Asunción: Nichts wird billiger, eher teurer. Die neuen Gebühren für Gewerbetreibenden an verschiedenen Plätzen stoßen auf erheblichen Widerstand. Sie drohen mit Straßensperren und weiteren Maßnahmen.

Humberto Blasco (PLRA), Vorsitzender vom Finanzausschuss im Stadtrat von Asunción verteidigt das Vorgehen. Das steigende Defizit bei den Betriebskosten müsse abgefedert werden. „Wir haben Fehler erkannt. Die Liquidationswerte in Abhängigkeit der Betriebskosten wurden früher nicht richtig analysiert. Dabei kam es zu einer Fehlkalkulation, die nun neu berechnet wurde“, sagte Blasco. Er erinnerte daran, dass seit drei Jahren keine Anpassung der Gebühren für Marktbetreiber erfolgt sei.

Mit der neuen Verordnung müssen nun pro m² 1.000 Guaranies an Abgaben entrichtet werden, dies entspricht einem Anstieg von 80%. Blasco betonte weiter, in den Jahren 2015 und 2016 wäre eine Aussetzung über die neue Ausrichtung der Gebühren erfolgt, die immer noch aus 2014 Bestand gehabt hätte. Diese hätten aber nicht wirklich die Betriebskosten der Unternehmen widergespiegelt und auch nicht die Ausgaben der Kommune für deren Aufsicht abgedeckt.

Nun sind die am meisten Betroffenen, am Mercado 1 und 2, nicht einverstanden mit dem Anstieg der Gebührenverordnung. „Scheininhaber müssen nichts bezahlen, alle die einfach so auf den Gehwegen ihre Produkte anbieten ebenfalls nicht, aber wir sollen dafür den Kopf hinhalten. Es wird eine Vereinigung von den Marktbetreibern und weiteren betroffenen Unternehmer gebildet“, sagte Gloria Martinez, Besitzerin eines Verkaufsstands im Mercado 1.

„Der Anstieg ist extrem hoch. Wir müssen die Erhöhung des Mindestlohns kompensieren und nun auch noch das“ erklärte sie weiter. Wenn keine Lösung gefunden werde, würde sie schließen und auf den öffentlichen Plätzen um den Markt herum ihre Produkte weiter verkaufen, ohne irgendeine Gebühr bezahlen zu müssen, fügte Martinez an.

Quelle: ABC Color

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